Weltraumschrott Satellit stürzt auf Straße der Kosmonauten

Es hagelt Weltraumschrott in diesen Tagen - erst in Namibia, dann Thailand, jetzt Russland. In einem sibirischen Dorf sind Reste eines Satelliten eingeschlagen. Ausgerechnet in einer Straße, die Raumfahrer ehrt.

"Sojus 2.1b"-Rakete (hier im Dezember 2006): Weitere Pleite für Russlands Raumfahrt
DPA / Arianespace

"Sojus 2.1b"-Rakete (hier im Dezember 2006): Weitere Pleite für Russlands Raumfahrt


Hamburg - In Wagaizewo gibt es eine Straße der Kosmonauten, so wie in vielen russischen Ortschaften. Ausgerechnet in dieser Straße in dem sibirischen Dorf sind nun Reste eines abgestürzten russischen Satelliten eingeschlagen.

Das Stück mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern sei auf das Dach eines Hauses in Wagaizewo gefallen, sagte ein örtlicher Vertreter nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Die Straße, an der das Haus stehe, sei zu Ehren der sowjetischen und russischen Raumfahrer einst "Straße der Kosmonauten" genannt worden, ergänzte er. Wagaizewo liegt rund hundert Kilometer südlich von Nowosibirsk

Der Eigentümer des Hauses war zum Zeitpunkt des Einschlags mit seiner Frau zu Hause. Ein Behördenvertreter sagte, der Mann habe zunächst ein Geräusch gehört, dann einen Knall - und sei dann nach draußen gegangen, um nach dem Rechten zu sehen. Für den Schaden soll er nun von den Behörden entschädigt werden. Der Kommunikationssatellit war am Freitag nach einer Panne an einer "Sojus"-Trägerrakete kurz nach dem Start abgestürzt.

In den vergangenen Tagen sorgten immer wieder Meldungen über abgestürzten Weltraumschrott für Aufsehen. So wurde in Namibia eine mysteriöse Metallkugel gefunden, die aus dem Orbit stammen könnte. Auch in Thailand stürzte ein mutmaßliches Satellitenteil ab, verletzt wurde niemand.

Zahlreiche Rückschläge für russisches Raumfahrtprogramm

Bei dem in Sibirien gefundenen Fragment soll es sich um ein Teil eines abgestürzten russischen Kommunikationssatelliten handeln. Er war kurz nach dem Start wegen einer Panne an der Trägerrakete vom Typ "Sojus" vom Himmel gefallen. Russland hatte den Meridian-Satelliten zur zivilen und militärischen Kommunikation vom militärischen Raumfahrtbahnhof Plessezk ins All geschossen. Er sollte vor allem der Kommunikation von Schiffen und Flugzeugen in der Arktis dienen.

Das russische Raumfahrtprogramm musste in den vergangenen zwölf Monaten eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen. So verlor Russland drei Navigationssatelliten, einen Militärsatelliten und einen Telekommunikationssatelliten. Im August stürzte eine "Sojus"-Rakete mit dem Versorgungsraumschiff "Progress" ab. Die bemannten Flüge zur Internationalen Raumstation ISS mussten daraufhin zwei Monate lang ausgesetzt werden.

Russland ist seit dem Ende des US-Shuttle-Programms im Juli das einzige Land, das bemannte Raumflüge umsetzen kann. Eine am Mittwoch gestartete "Sojus"-Rakete mit drei Astronauten an Bord erreichte die ISS am Freitag.

lis/AFP

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insgesamt 57 Beiträge
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Seite 1
asdf01 24.12.2011
1. ...
Zitat von sysopEs hagelt Weltraumschrott*in diesen Tagen - erst in Namibia, dann Thailand, jetzt Russland. In einem sibirischen Dorf*sind Reste eines Satelliten eingeschlagen - ausgerechnet*in einer Straße,*die Raumfahrer ehrt. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,805719,00.html
Die Einschläge kommen näher... Ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es einen Menschen trifft.
Emil Peisker 24.12.2011
2. 17:25, 24.12.2011
Zitat von sysopEs hagelt Weltraumschrott*in diesen Tagen - erst in Namibia, dann Thailand, jetzt Russland. In einem sibirischen Dorf*sind Reste eines Satelliten eingeschlagen - ausgerechnet*in einer Straße,*die Raumfahrer ehrt. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,805719,00.html
Über Koblenz rauschte ein Objekt, hellglühend, mit Feuerschweif, um die im Titel genannte Zeit hinweg. Für den Horizont-Bogen benötigte es ca. 20 Sekunden, die geschätzte Höhe lag zwischen 15-25km. Es könnte sich um einen Teil eines Satelliten gehandelt haben. hat jemand westlich oder östlich von Koblenz etwas ähnliches gesehen?
mcasim 24.12.2011
3. Absturtz von Andernach aus gesichtet
Ich habe gerade (ca. 17:40 Uhr) von Andernach (Rheinland Pflaz) aus eine Art Komet gesehen. Ein glühenden Objekt flog von Süden nach Osten über den Nachthimmel hinweg und zog einen langen leuchtenden Schweif hinter sich her. Es ist aber nicht wie eine Sternschnuppe innerhalb von 1-2 Sekunden verglüht, das Spektakl dauerte ca. 30 Sekunden und der Schweif war deutlich breiter. Nach einiger Zeit haben sich Teile gelöst, so dass mehrere Teile parallel in einem kleinen Schwarm geflogen sind. Es sah eigentlich genau so aus wie der Absturz des Columbia Space Shuttle 2003. Ich würde schätzen, das Ding ist östlich in 20 bis 100 km Entfernung runtergekommen! Eigentlich passend an Weihnachten ;-) Gruß, McAsim
marc12091995 24.12.2011
4.
Zitat von Emil PeiskerÜber Koblenz rauschte ein Objekt, hellglühend, mit Feuerschweif, um die im Titel genannte Zeit hinweg. Für den Horizont-Bogen benötigte es ca. 20 Sekunden, die geschätzte Höhe lag zwischen 15-25km. Es könnte sich um einen Teil eines Satelliten gehandelt haben. hat jemand westlich oder östlich von Koblenz etwas ähnliches gesehen?
Hallo, ich habe vor zirka einer halben Stunde dasselbe gesehen. Es handelt sich dabei um einen Meteoriten, diese Information habe ich gerade im Radio gehört.
Philip 24.12.2011
5. Ueber Marburg war dies auch zu sehen
Zitat von Emil PeiskerÜber Koblenz rauschte ein Objekt, hellglühend, mit Feuerschweif, um die im Titel genannte Zeit hinweg. Für den Horizont-Bogen benötigte es ca. 20 Sekunden, die geschätzte Höhe lag zwischen 15-25km. Es könnte sich um einen Teil eines Satelliten gehandelt haben. hat jemand westlich oder östlich von Koblenz etwas ähnliches gesehen?
ca. gleiche Uhrzeit war es über Marburg zu sehen, sah aus wie eine Mischung aus Goldregen/Feuerwerk, Sternschnuppe und Komet, nur dauerte es für alle dies eben viel zu lange. Wir haben auch an Weltraumschrott gedacht. Wenn jemand genaueres dazu weiss, bitte hier posten. Frohe Weihnachten!
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