Weltraumwetter: Neuer Sonnensturm rast auf die Erde zu
Die Auswirkungen des letzten Sonnensturms am Donnerstag waren eher harmlos, doch der nächste ist schon unterwegs. Die US-Wetterbehörde warnt: Am Wochenende können Probleme bei Kommunikationssystemen auftreten.
Washington - Ein weiterer Sonnensturm ist auf dem Weg zur Erde. Für das Wochenende seien daher geomagnetische Auswirkungen zu erwarten, teilte die US-Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) am Freitag mit. Die Intensität könnte einen Rang G3 auf der Skala von G1 (am schwächsten) bis G5 (am stärksten) erreichen. Ursache sei ein Ausbruch im gleichen Gebiet der Sonne, von dem bereits der Sonnensturm ausging, der am Donnerstag die Erde getroffen hatte.
Dieser hatte aber deutlich weniger Auswirkungen als befürchtet. Es gab laut Experten lediglich einige Störungen des Funkverkehrs in der Nordpolarregion. Die NOAA hatte zunächst eine starke geomagnetische Intensität des Sturms erwartet, und dem Sturm ebenfalls den Rang G3 zugeschrieben. Am Ende erreichte er nur die niedrigste Stufe der Messskala. Aber die Gefahr ist noch nicht gebannt. Schwere Sonnenstürme können Satelliten, elektrische Anlagen, Navigationssysteme wie GPS und Funkverbindungen stören.
Die Sonnenaktivität schwankt im Rhythmus von etwa elf Jahren und nimmt seit 2010 wieder zu. Nach Angaben der Nasa wird der Höhepunkt der Aktivität für 2013 erwartet. Experten befürchten, dass es dann verstärkt zu Störungen im Alltag kommen könne, da mittlerweile Satelliten und Navigationssysteme viel stärker verwendet werden als früher. Grundsätzlich wird die Erde aber durch ihr starkes Magnetfeld vor den Auswirkungen geschützt.
Schon in vergangenen Jahrhunderten haben Sonneneruptionen und die folgenden magnetischen Stürme das Leben auf der Erde beeinflusst. Die erste größere Sonneneruption wurde 1859 vom britischen Forscher Richard Carrington entdeckt. Die Nasa berichtete von Störungen des Telefonnetzes im Bundesstaat Illinois durch einen Sonnensturm 1972 und von Stromausfällen in der kanadischen Provinz Québec 1989.
cai/dpa/AFP
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