Wissenschaft 2011: Forscher finden potentiell lebensfreundliche Planeten

Ist die Heimat außerirdischer Lebewesen bereits gefunden? 2011 haben Astronomen gleich mehrere Planeten entdeckt, die lebensfreundliche Bedingungen bieten könnten. Doch der sichere Beweis, dass dort Aliens zu Hause sind, lässt auf sich warten.

Foto: AFP/ NASA

2011 könnte einst als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem erstmals die Entdeckung einer zweiten Erde gelang. Anfang Dezember haben Astronomen mit Hilfe des Weltraumteleskops "Kepler" einen Planeten entdeckt, der fast wie der unsere aussehen könnte: Die Kugel namens Kepler 22b besitzt einen nur 2,4-mal größeren Durchmesser als die Erde.

Viel wichtiger aber ist der Abstand zu seinem Heimatstern: Er ist ähnlich groß wie die Distanz zwischen Erde und Sonne. Nach den Berechnungen der Forscher herrscht auf der Oberfläche von Kepler 22b eine Durchschnittstemperatur von 22 Grad. Das bedeutet, dass auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser existieren könnte - die Hauptvoraussetzung für die Entwicklung von Leben.

Möglicherweise wurde die zweite Erde auch schon im August entdeckt, als Forscher einen Exoplaneten im Orbit um den Stern HD 85512 aufspürten. Auch er soll in der sogenannten habitablen Zone liegen.

Ob es auf diesen Welten tatsächlich Leben gibt, lässt sich mit den aktuellen Teleskopen nicht herausfinden. Mit ihnen kann man kleine erdähnliche Planeten nur indirekt nachweisen, meist anhand der minimalen Abdunklung, die entsteht, wenn die Planeten von der Erde aus gesehen direkt an ihrem Heimatstern vorbeiziehen. Für den Beweis außerirdischen Lebens müssten Forscher das Lichtspektrum der Atmosphäre eines Exoplaneten erkennen können. Das aber dürfte erst mit der nächsten Generation von Weltraumteleskopen möglich sein.

mbe

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  • Freitag, 30.12.2011 – 11:50 Uhr
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Methoden der Planetenjagd
ESO
Die Entdeckung der ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems galt als wissenschaftliche Sensation. 1992 wiesen Forscher die ersten Exoplaneten im Orbit um den Pulsar PSR B1257+12 nach. 1995 fanden Michel Mayor und Didier Queloz erstmals einen Planeten in der Umlaufbahn eines Sterns, der unserer Sonne ähnelt. Zuvor war unter Forschern heftig umstritten, ob es überhaupt Planeten in den Tiefen des Alls gibt - oder ob unser Sonnensystem das einzige seiner Art ist. Inzwischen sind jedoch rund 600 Exoplaneten in mehr als 480 Systemen bekannt.





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