Ferne Welten Das All ist ein Planeten-Flohzirkus

Gibt es Leben da draußen? Eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern ist fest davon überzeugt - denn 2012 wurden Exoplaneten in ungeheurer Zahl aufgespürt. Sie zeigen: Das All ist wahrscheinlich voll von Welten, die der Erde ähneln könnten.

dapd/RoPACS/ J. Pinfield

Auf den heiligen Gral der Planetenforschung - den Beweis für die Existenz eines lebensfreundlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems - warten Wissenschaftler zwar weiterhin. Denn dazu wäre die direkte Beobachtung der Atmosphäre eines solch kleinen Exoplaneten notwendig, was mit den aktuell verfügbaren Teleskopen noch nicht möglich ist.

Doch die Fahndung nach der zweiten Erde hat 2012 enorme Fortschritte gemacht. So gelang Astronomen die Entdeckung einiger faszinierender Exoplaneten. Einer besteht zu großen Teilen aus Diamant, ein anderer verdampft und zieht dabei eine gigantische Staubwolke hinter sich her, und eine heiße Wasserwelt hat sogar eine völlig neue Planetenklasse gegründet.

Während diese Einzelfunde beweisen, wie vielfältig die fernen Planeten sein können, war eine andere Erkenntnis vielleicht noch wichtiger: Ihr Zahl scheint gigantisch zu sein. Erdähnliche Felsbrocken etwa galten früher als Exoten. Doch im März haben Wissenschaftler aufgrund aktueller Daten eine neue Berechnung vorgelegt. Demnach existieren allein in der Milchstraße wohl Dutzende Milliarden erdähnliche Planeten. Dass es auf keinem einzigen von ihnen Leben gibt, erscheint vielen Forschern inzwischen eher unwahrscheinlich.

Weiter: Aquila-Erdbeben: Italienisches Gericht verurteilt Geologen zu Haftstrafen

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mbe

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