"Shenzhou 10": Zweite Taikonautin ins All gestartet

Aufbruch zum Himmelspalast: Drei chinesische Raumfahrer sind zum Raumlabor "Tiangong 1" aufgebrochen. Mit an Bord ist Chinas zweite Taikonautin.

Peking - Das chinesische Raumschiff "Shenzhou 10" ist mit drei Astronauten an Bord ins All gestartet. Die Rakete vom Typ "Langer Marsch-2F" hob vom Raumfahrtzentrum Jiuquan am Rande der Wüste Gobi in Nordwestchina ab.

Die drei Besatzungsmitglieder planen mit 15 Tagen den längsten Flug der jungen Raumfahrernation China. Unter ihnen ist auch die zweite chinesische Taikonautin. Die 33-jährige Wang Yaping, Majorin der Volksbefreiungsarmee und KP-Vertreterin, hatte bei einer Pressekonferenz angekündigt, sie wolle vom All aus Kinder unterrichten.

Vorgesehen sind Andockmanöver mit dem Raummodul "Tiangong 1" (Himmelspalast), das seit 2011 die Erde umkreist. Die Experimente auf dem fünften bemannten Raumflug Chinas sind wichtige Voraussetzungen für den Bau einer eigenen chinesischen Raumstation, der bis 2020 geplant ist.

Während seiner 15-tägigen Mission werde das Team um Generalmajor Nie Haisheng an das Testmodul andocken, es betreten und eine Reihe von Experimenten vornehmen, hatte die Sprecherin des bemannten Raumfahrtprogramms, Wu Ping, am Montag mitgeteilt. Seit September 2011 kreist das Modul im Orbit.

Als Nationalheldin gefeiert

Die erste Chinesin im All, Liu Yang, hatte vor einem Jahr an der Vorgängermission teilgenommen und dabei gemeinsam mit ihren Kollegen das erste von Hand gesteuerte Andockmanöver absolviert. Nach ihrer Rückkehr wurde die Kampffliegerin als Nationalheldin gefeiert.

China hatte 1990 mit seinem Programm zur bemannten Raumfahrt begonnen. Die Führung in Peking will damit den Beweis erbringen, dass das Land auch technisch in den Kreis der Supermächte aufgestiegen ist. 2003 gelang es der Volksrepublik als weltweit dritter Nation nach den USA und der früheren Sowjetunion, einen Menschen ins All zu schicken. Fünf Jahre später folgte der erste Weltraumspaziergang. Seit "Tiangong 1" im Orbit kreist, haben zwei Raumschiffe an das Modul angedockt, eines davon bemannt.

Noch in diesem Jahr soll erstmals eine unbemannte chinesische Raumsonde auf dem Mond landen. Das Land plant bis zum Jahr 2020 den Aufbau einer eigenen Raumstation. Das Raumlabor "Tiangong 1" dient als Prototyp für die Station, die allerdings deutlich größer werden soll als der "Himmelspalast".

che/wbr/AFP/AP/dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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1. Gratulation
Beobachter123 11.06.2013
Jetzt wo Amerika pleite ist, geht das Abenteuer Raumfahrt endlich in die zweite Runde. Meine Glückwünsche an China.
2. Leute, Leute
s.t.joker 11.06.2013
Zitat von sysopAPAufbruch zum Himmelspalast: Drei chinesische Raumfahrer sind zum Raumlabor "Tiangong 1" aufgebrochen. Mit an Bord ist Chinas zweite Taikonautin. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/zweite-taikonautin-ins-all-gestartet-a-905050.html
Majorin??? Man kann nicht einfach überall ein IN hinten dranhängen. Das gibt es nicht. Der Dienstgrad ist und bleibt MAJOR!!
3. Der Sack Reis
zufriedener_single 11.06.2013
Und schon wieder ist ein Sack Reis umgefallen. Dieses Mal jedoch im Orbit in Mikrogravitation....
4. chinas groose zukuenftige hauptfuehrung im all:
faessler.andreas 11.06.2013
mein optimismus ueber die raumfahrt schwenkt und scheappt bei mir immer mehr auf china und indien mitsamt russland hinueber. die nasa und die esa leiden leider immer mehr unter sowiso zunehmend chronischem dauergeldmangel. im osten geht also in der zukunft die sonne auf, und der westen ist finanziell, schon sonst auf auch sowiso den vielen anderen branchen und gebieten, sehe ich der ganze westen europa und amerika immer mehr bankrotter und auf dem absteigenden und abbraechendem ast.
5. chinas groose zukuenftige hauptfuehrung im all:
faessler.andreas 11.06.2013
mein optimismus ueber die raumfahrt schwenkt und scheappt bei mir immer mehr auf china und indien mitsamt russland hinueber. die nasa und die esa leiden leider immer mehr unter sowiso zunehmend chronischem dauergeldmangel. im osten geht also in der zukunft die sonne auf, und der westen ist finanziell, schon sonst auf auch sowiso den vielen anderen branchen und gebieten, sehe ich der ganze westen europa und amerika immer mehr bankrotter und auf dem absteigenden und abbraechendem ast.
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