Mit 223 geretteten Menschen an Bord »Sea-Eye 4« wartet auf sicheren Hafen
Das Seenotrettungsschiff »Sea-Eye 4« (Archivbild)
Foto:Bernd Wüstneck / dpa
Das deutsche Seenotrettungsschiffe »Sea-Eye 4« mit 223 geretteten Menschen an Bord wartet im Mittelmeer weiter auf die Zuteilung eines sicheren Hafens zum Anlegen. Das Schiff der privaten Hilfsorganisationen Sea-Eye und Mission Lifeline kreuzte in den vergangenen Tagen rund um die italienische Insel Lampedusa. Zum Schutz vor schlechtem Wetter wurde dann aber Sizilien angesteuert, wie Sea-Eye am Sonntag bei Twitter mitteilte.
1/3 Es ist 4. Advent und 223 Menschen brauchen umgehend einen sicheren Hafen❗
— Sea-Eye (@seaeyeorg) December 19, 2021
Die #SEAEYE4 hat vor der Küste Siziliens Schutz vor dem Wetter gesucht. An Bord sind 223 Menschen, die die Crew in vier Rettungseinsätzen, kurz bevor sich das Wetter verschlechterte, gerettet hat. pic.twitter.com/O9l30kl3Zb
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Auf der »Sea-Eye 4« sind nach eigenen Angaben des Regensburger Vereins 223 Gerettete, darunter sieben schwangere Frauen und acht Kinder. Einige Menschen seien verletzt und bräuchten eine medizinische Behandlung. Ein fünfjähriger Junge habe vor der Rettung drei Tage in einem kleinen Boot gekauert. Wegen starker Schmerzen könne er kaum noch laufen, schrieben die Retter.
Ebenfalls vor Sizilien auf der Suche nach einem Hafen war mehrere Tage das Schiff »Rise Above« der Dresdner Organisation Mission Lifeline 66 mit Geretteten an Bord. Am späten Sonntagnachmittag teilte die Organisation auf Twitter mit, einen Hafen zugewiesen bekommen zu haben.
+++ BREAKING +++
— MISSION LIFELINE INTERNATIONAL e.V. (@SEENOTRETTUNG) December 19, 2021
Wir haben soeben einen Port of Safety zugewiesen bekommen!#RiseAbove https://t.co/h6mFouMIrW pic.twitter.com/ED3MfpByn2
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Viele Menschen wagen die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer in der Hoffnung, in der EU ein besseres Leben zu haben. Sie erreichen meist Italien. Bis Sonntag zählten die Behörden mehr als 63.700 Geflüchtete, die 2021 an italienischen Küsten ankamen. Laut Uno-Angaben starben seit 2014 fast 23.000 Menschen im Mittelmeer.
Die Seenotretter üben an Malta heftige Kritik. Viele Menschen werden nach Angaben der Helfer in der Rettungszone des Mittelmeerstaates gefunden, dennoch reagiere Malta nicht auf Hilfegesuche.