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Mit 223 geretteten Menschen an Bord »Sea-Eye 4« wartet auf sicheren Hafen

Das Seenotrettungsschiff »Sea-Eye 4« sucht seit Tagen einen Mittelmeerhafen, in dem es anlegen darf. Unter den Geretteten seien mehrere Schwangere und ein Fünfjähriger, der vor Schmerzen kaum laufen könne.
Das Seenotrettungsschiff »Sea-Eye 4« (Archivbild)

Das Seenotrettungsschiff »Sea-Eye 4« (Archivbild)

Foto:

Bernd Wüstneck / dpa

Das deutsche Seenotrettungsschiffe »Sea-Eye 4« mit 223 geretteten Menschen an Bord wartet im Mittelmeer weiter auf die Zuteilung eines sicheren Hafens zum Anlegen. Das Schiff der privaten Hilfsorganisationen Sea-Eye und Mission Lifeline kreuzte in den vergangenen Tagen rund um die italienische Insel Lampedusa. Zum Schutz vor schlechtem Wetter wurde dann aber Sizilien angesteuert, wie Sea-Eye am Sonntag bei Twitter mitteilte.

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Auf der »Sea-Eye 4« sind nach eigenen Angaben des Regensburger Vereins 223 Gerettete, darunter sieben schwangere Frauen und acht Kinder. Einige Menschen seien verletzt und bräuchten eine medizinische Behandlung. Ein fünfjähriger Junge habe vor der Rettung drei Tage in einem kleinen Boot gekauert. Wegen starker Schmerzen könne er kaum noch laufen, schrieben die Retter.

Ebenfalls vor Sizilien auf der Suche nach einem Hafen war mehrere Tage das Schiff »Rise Above« der Dresdner Organisation Mission Lifeline 66 mit Geretteten an Bord. Am späten Sonntagnachmittag teilte die Organisation auf Twitter mit, einen Hafen zugewiesen bekommen zu haben.

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Viele Menschen wagen die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer in der Hoffnung, in der EU ein besseres Leben zu haben. Sie erreichen meist Italien. Bis Sonntag zählten die Behörden mehr als 63.700 Geflüchtete, die 2021 an italienischen Küsten ankamen. Laut Uno-Angaben starben seit 2014 fast 23.000 Menschen im Mittelmeer.

Die Seenotretter üben an Malta heftige Kritik. Viele Menschen werden nach Angaben der Helfer in der Rettungszone des Mittelmeerstaates gefunden, dennoch reagiere Malta nicht auf Hilfegesuche.

sol/dpa