Im Ärmelkanal Küstenwache rettet mehr als 80 Migranten aus Seenot

Starke Strömungen, häufig Nebel und niedrige Wassertemperaturen: Der Ärmelkanal ist gefährlich. Trotzdem haben Dutzende Menschen die Überfahrt gewagt. Sie gerieten in Seenot, konnten aber gerettet werden.
Eine Gruppe von mutmaßlichen Migranten überquert den Ärmelkanal in einem kleinen Boot in Richtung Dover (Archivbild)

Eine Gruppe von mutmaßlichen Migranten überquert den Ärmelkanal in einem kleinen Boot in Richtung Dover (Archivbild)

Foto: Gareth Fuller / dpa

Die Besatzungen französischer Schiffe haben 84 Geflüchtete aus dem Ärmelkanal gerettet. Die Menschen seien in vier Booten auf dem Weg nach Großbritannien gewesen, teilten die Behörden  am Samstag mit. Unter den Geretteten waren demnach auch mehrere Frauen und Kinder.

Zuerst griff ein Patrouillenschiff der Marine in der Nacht elf Menschen vor der Küste des Badeorts Le Touquet auf. Sie wurden nach Boulogne-sur-Mer gebracht. Ein Schleppschiff rettete später 24 Menschen von einem weiteren Boot, darunter auch fünf Kinder.

Ein Schnellboot der französischen Küstenwache nahm 30 weitere Menschen auf, deren Boot vor der Küste von Sangatte in Seenot geraten war. Unter den Geretteten waren auch eine Frau und ein Baby. Unter 19 weiteren Menschen, die die Seenotrettungsorganisation SNSM rettete, waren den Angaben zufolge auch zwei Frauen und zwei Kinder.

Im vergangenen Jahr hatten nach Angaben der französischen Behörden mehr als 9500 Geflüchtete die riskante Überfahrt über den Ärmelkanal versucht, deutlich mehr als 2019. Mindestens sechs Menschen kamen dabei ums Leben, drei weitere gelten als vermisst. Die Route ist wegen des dichten Schiffsverkehrs, starker Strömungen, häufigen Nebels und niedriger Wassertemperaturen sehr gefährlich.

mjm/AFP
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