Terrorismus Angeblich hochrangiges al-Qaida-Mitglied in Afghanistan getötet

Afghanische Spezialkräfte sollen den Terroristen Abu Muhsin al-Masri getötet haben. Das Qaida-Mitglied wurde auch durch die US-Behörden seit 2018 mit Haftbefehl gesucht.
Afghanischer Soldat in der Provinz Ghazni (Archivbild)

Afghanischer Soldat in der Provinz Ghazni (Archivbild)

Foto: MOHAMMAD ISMAIL/ REUTERS

Ein hochrangiges Mitglied der Terrororganisation al-Qaida soll tot sein. Der Ägypter Abu Muhsin al-Masri, sei am Samstag durch Spezialkräfte in der Provinz Ghazni getötet worden, teilte der afghanische Geheimdienst NDS mit. Al-Masri, der auch unter dem Namen Husam Abdal-Rauf bekannt war, stand auf der Liste der meistgesuchten Terroristen der US-Bundespolizei FBI und wurde seit 2018 per Haftbefehl gesucht.

Die Terrororganisation al-Qaida ist einem Bericht des Uno-Sicherheitsrats zufolge immer noch in zwölf Provinzen Afghanistans aktiv. Demnach gibt es auch weiterhin Beziehungen zu den militant-islamistischen Taliban. Die Taliban hatten Ende Februar ein Abkommen mit den USA unterzeichnet und sich verpflichtet, ihre Beziehungen zu anderen Terrorgruppen wie al-Qaida zu beenden.

Der frühere Qaida-Chef Osama Bin Laden war der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September. Sie waren der Auslöser für die von den USA angeführte internationale Militärintervention in Afghanistan. Die Taliban, die damals an der Macht waren, hatten Bin Laden Unterschlupf gewährt. US-Spezialkräfte töteten ihn im Jahr 2011.

Heute führen Regierungsvertreter und Taliban Friedensgespräche. Der Konflikt und Terror im Land gehen aber weiter.

bbr/dpa
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