Nach Machtübernahme der Taliban Erster deutscher Charterflug bringt 329 Personen aus Afghanistan heraus

Durch Hilfe von Katar ist das erste Mal ein Charterflugzeug mit afghanischen Ortskräften und Schutzbedürftigen gestartet. Zudem hat das Verteidigungsministerium die Werkverträge von 13 afghanischen Fluglotsen anerkannt.
Seit dem Ende der Luftbrücke starten nur noch wenige Flugzeuge aus Afghanistan gen Westen (Symbolbild)

Seit dem Ende der Luftbrücke starten nur noch wenige Flugzeuge aus Afghanistan gen Westen (Symbolbild)

Foto: Marcus Yam / Los Angeles Times via Getty Images

Die Bundesregierung hat am Mittwoch mit einem ersten eigenen Charterflug 329 Personen aus Afghanistan ausgeflogen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte, dass der Flug am Mittag in Afghanistan mit dem Ziel Doha gestartet sei. Es handele sich um Ortskräfte und Schutzbedürftige samt deren Angehörigen. Die Bundesregierung danke Katar für die Mithilfe, dass der Flug möglich war. Katar organisiert derzeit den sehr eingeschränkten Betrieb auf dem Flughafen in Kabul. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagte, dass zudem 13 afghanische Fluglotsen nun in die Liste der Ortskräfte aufgenommen worden seien. Eine Prüfung von deren Werkverträgen habe ergeben, dass es sich im Rahmen des Ermessensspielraums um reguläre Arbeitsverträge gehandelt habe.

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Vor vier Wochen war zuletzt ein Evakuierungsflug mit 219 Menschen aus Afghanistan in Deutschland gelandet. Die Maschine startete im pakistanischen Islamabad. Bei den Ausgeflogenen handele es sich um frühere Ortskräfte der Bundeswehr und anderer Institutionen sowie um weitere Afghaninnen und Afghanen, die aus humanitären Gründen eine Aufnahmezusage erhalten hätten.

Die Bundesregierung versucht seit der Machtergreifung der radikal-islamischen Taliban in Afghanistan auf dem Landweg und mit Flügen Menschen aus dem Land zu bringen, die entweder für deutsche Stellen gearbeitet hatten oder die als besonders schutzbedürftig eingestuft werden.

muk/Reuters
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