Nach Teilmobilmachung Alexej Nawalny nennt Putin einen Verbrecher und geht erneut in Einzelhaft

Kremlkritiker Alexej Nawalny ist in die Isolierzelle verbannt worden. Er hatte Wladimir Putin vorgeworfen, »Hunderttausende in seine Verbrechen« zu verstricken. Es nicht das erste Mal Einzelhaft für ihn.
Alexej Nawalny ist während einer Gerichtsverhandlung per Video aus dem Gefängnis zugeschaltet

Alexej Nawalny ist während einer Gerichtsverhandlung per Video aus dem Gefängnis zugeschaltet

Foto: Evgeny Feldman / dpa

Der in Russland inhaftierte Kremlkritiker Alexej Nawalny wurde nach seiner Kritik an der von Präsident Wladimir Putin befohlenen Teilmobilmachung erneut in Einzelhaft verlegt. »Was ich zur Mobilisierung gesagt habe, hat nicht gefallen – also kriegst Du, Nawalny, zwölf Tage (Karzer)!«, sagte der Oppositionelle dem Internetportal »Mediazona« zufolge während einer Gerichtsverhandlung. In einer Verhandlung am Mittwoch hatte er Putin vorgeworfen, »Hunderttausende in seine Verbrechen« zu verstricken, indem er sie in den Krieg gegen die Ukraine schicke.

Nawalny wurde damit bereits das fünfte Mal hintereinander in die Isolierzelle geschickt. Der 46-Jährige betonte, dass er sich davon nicht einschüchtern lassen wolle. Daher wiederholte er seine Vorwürfe gegen Kremlchef Wladimir Putin. »Putin fesselt Hunderttausende mit Blut, seinen Mobilmachungen und ›Referenden‹«, kritisierte der Oppositionspolitiker.

Alexej Nawalny sitzt seit 2021 im Gefängnis, nachdem er nach einem gescheiterten Giftanschlag gegen ihn in seine Heimat zurückgekehrt war. Nach Angaben von Amnesty International wird dem russischen Oppositionellen, der wegen angeblichen Betrugs zu neun Jahren Haft verurteilt wurde, unter anderem der vertrauliche Austausch mit seinem Anwalt verweigert.

czl/dpa
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