Angebliches Gespräch im Weißen Haus Als Donald Trump sich Ratschläge zu Nordkorea holte – von Kid Rock

Prollrocker Kid Rock gilt als Trump-Sympathisant: Im US-Fernsehen sprach er nun über einen denkwürdigen Termin im Oval Office.
Donald Trump (r.), Kid Rock (2018)

Donald Trump (r.), Kid Rock (2018)

Foto: SAUL LOEB/ AFP

Kid Rock ist nicht unbedingt bekannt für subtile Auftritte – oder diplomatische Aussagen. Auch politisch hält er kaum hinter dem Berg und hat wiederholt seine Bewunderung für Donald Trump öffentlich gemacht. Im US-Sender Fox News, einem der Lieblingsprogramme des ehemaligen US-Präsidenten, plauderte er nun über gemeinsame Begegnungen. Unter anderem berichtet der britische »Guardian« darüber. 

Einer dieser gemeinsamen Termine fand 2017 statt, also in Trumps erstem Amtsjahr. Kid Rock war zusammen mit dem Musikerkollegen Ted Nugent in Weiße Haus geladen. Dabei war auch die ehemalige republikanische Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Sarah Palin. Was genau sich an jenem Tag abgespielt hat, wurde erst durch das aktuelle Fox-Interview publik.

Neben reichlich Werbung für sein neues Album verriet Kid Rock bei Fox News auch, dass Trump ihn unter anderem um Einschätzungen zu hochbrisanten politischen Themen gebeten habe.

»Was glaubst du, was wir mit Nordkorea machen sollen«, habe Trump ihn, über Karten gebeugt, gefragt. Er habe sich nicht qualifiziert gefühlt, substantiell zu antworten, so der 51-jährige Musiker, der mit echtem Namen Robert Ritchie heißt.

Auch bei der Formulierung eines Tweets über US-Schläge gegen Islamisten in Nahost habe Trump um Unterstützung gebeten. Er habe sich gewundert, dass zwischen Trumps Version und dem tatsächlich verschickten Tweet durchaus Unterschiede bestanden hätten. Die Botschaft sei entschärft worden, so Kid Rock. Trump war vor seiner Sperre durch Twitter nicht gerade für subtile Botschaften bekannt gewesen.

Drastische Aussage über Anthony Fauci

Nun sind Kid Rocks Aussagen sicher nicht immer komplett für bare Münze zu nehmen. Aber auch Musikerkollege Ted Nugent hatte damals berichtet, man habe sich unter anderem über »Nordkorea und Russland unterhalten.«

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Im Interview mit Fox News ließ sich Kid Rock zudem über den Virologen Anthony Fauci aus. Dieser hatte Trump im Kampf gegen das Coronavirus beraten und wurde – unter anderem von konservativen Medien wie Fox News – zum Feindbild erklärt. Kid Rocks Botschaft war dann auch kurz und klar: »Fuck Fauci«.

Fox-News Moderator Tucker Carlson, selbst kein Mauerblümchen, rang sich dazu folgenden Kommentar ab: »Da sprechen Sie vielen Leuten aus der Seele.«

jok
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