Ankündigung von Außenministerin Baerbock Deutschland sendet weitere »Strela«-Raketenwerfer in die Ukraine

Deutschland unterstützt die Ukraine mit weiteren Boden-Luft-Raketen. Die Waffen stammen noch aus DDR-Beständen und sind offenbar bereits auf dem Weg ins Kriegsgebiet.
Bundeswehrsoldaten mit einem »Strela«-Raketenwerfer (Foto aus dem Jahr 2004)

Bundeswehrsoldaten mit einem »Strela«-Raketenwerfer (Foto aus dem Jahr 2004)

Foto: Michael Mandt / dpa

Deutschland weitet seine militärische Hilfe für die von Russland attackierte Ukraine aus. Wie Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) im Bundestag mitteilte, werden weitere Flugabwehrraketen des Typs »Strela« bereits in das Kriegsgebiet transportiert.

»Die weiteren ›Strela‹-Lieferungen sind auf dem Weg«, sagte Baerbock. »Wir sind einer der größten Waffenlieferer in dieser Situation. Das ist nichts, was uns stolz macht, sondern das ist das, was wir jetzt tun müssen, um der Ukraine zu helfen.« Baerbock äußerte sich bei der Aussprache  über den Haushaltsentwurf für das Auswärtige Amt.

Die Ukraine hat bisher von Deutschland 500 »Strela«-Luftabwehrraketen erhalten, wie der SPIEGEL am vergangenen Freitag berichtete . Die Raketenwerfer stammen noch aus Beständen der DDR.

Die »Bild«-Zeitung hatte zuvor gemeldet, Deutschland wolle nun doch nahezu alle der Anfang März in Aussicht gestellten 2700 »Strela«-Systeme an die Ukraine liefern. Darauf habe sich der Bundessicherheitsrat verständigt, meldete das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise. Nach SPIEGEL-Informationen ist jedoch ein Teil der Raketenwerfer nicht mehr einsetzbar .

In der Bundestagsdebatte ging es neben den Waffenlieferungen auch um den künftigen Haushalt für das Auswärtige Amt. Der Entwurf der Koalition aus SPD, Grünen und FDP sieht für das Ministerium Ausgaben von knapp 6,6 Milliarden Euro vor, gegenüber 6,3 Milliarden im Vorjahr.

Mehr als die Hälfte (3,56 Milliarden) sollen für die Sicherung von Frieden und Stabilität verwendet werden. Davon entfallen 962 Millionen auf Leistungen an die Vereinten Nationen und im internationalen Bereich. 2021 waren es noch 648 Millionen Euro gewesen.

fek/Reuters/dpa
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