Cochise County Mexikanerin stirbt beim Versuch, die Grenzmauer zu Arizona zu überwinden

Jährlich versuchen zahlreiche Menschen aus Mittel- und Südamerika die USA zu erreichen. Eine junge Frau aus Mexiko wollte nun mit einem Klettergurt über die Mauer nach Arizona gelangen – und verunglückte tödlich.
Die Grenzanlage in Arizona

Die Grenzanlage in Arizona

Foto: Matt York/ AP

US-Behörden untersuchen die Todesursache einer 32-jährigen Mexikanerin, deren Bein eingeklemmt wurde bei dem Versuch, die Grenzmauer Nähe von Douglas im Osten des US-Bundestaates Arizonas mit einem Klettergurt zu überwinden. Dies teilte das Büro des Sheriffs von Cochise County mit. Der Name der Frau wurde nicht veröffentlicht. Sie habe »eine beträchtliche Zeit« mit dem Kopf nach unten an der Grenzmauer gehangen. Man stehe in Kontakt mit dem örtlichen mexikanischen Konsulat und untersuche weiterhin, was passiert sei.

Immer wieder sterben Migranten beim Versuch, die Mauer im Grenzgebiet der USA zu Mexiko zu überwinden. Darunter auch ein Mann, der Anfang des Monats an Verletzungen starb, die er erlitt, als er von einer Grenzanlage in Texas fiel. Es war nicht bekannt, ob es in dem Bereich, in dem sich die Frau verfangen hatte, eine Videoüberwachung gab. Die Behörden lieferten keine Angabe zu der Beschaffenheit der Mauer, über die sie zu klettern versuchte.

Einige der letzten Grenzmauerkonstruktionen, die vor dem Ende der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Donald Trump errichtet wurden, befanden sich allerdings im Gebiet um Douglas. Es handelt sich dabei um neun Meter hohe Stahlsäulen.

Am 1. April stürzten zwei Migranten von der Grenzanlage in der Nähe von Clint im US-Bundesstaat Texas, etwa 19 Kilometer westlich des Grenzübergangs von Tornillo. Rettungssanitäter leisteten Erste Hilfe und brachten sie in ein Krankenhaus in El Paso, Texas. Ein Mann wurde bewusstlos eingeliefert und starb Tage später im Krankenhaus. Der zweite Mann wurde wegen einer gebrochenen rechten Hand behandelt und an Zoll- und Grenzschutzbeamte übergeben, die ihn nach Mexiko zurückbrachten.

jso/AP