Verstoß gegen Auflagen Nordkorea baut sein Waffenarsenal weiter aus

Auch verschärfte Strafmaßnahmen halten Kim Jong-un offenbar nicht auf. Einem Bericht der Uno zufolge entwickelt Nordkorea sein Nuklearprogramm weiter – und verletzt damit internationale Auflagen.
Dieses von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellte Foto zeigt die Präsentation von Raketen während einer Militärparade (Archivbild)

Dieses von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellte Foto zeigt die Präsentation von Raketen während einer Militärparade (Archivbild)

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- / dpa

Nordkorea hat in der ersten Jahreshälfte sein Nuklear- und Raketenprogramm weiterentwickelt und damit gegen internationale Auflagen verstoßen. Das geht aus dem Auszug eines vertraulichen Berichtes der Vereinten Nationen hervor, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. In dem Bericht unabhängiger Beobachter heißt es, dass die Regierung in Pjöngjang »weiterhin im Ausland nach Material und Technologie für diese Programme sucht«.

Nordkorea ist 2006 wegen seines Atom- und Raketenprogramms von den Vereinten Nationen mit Sanktionen belegt worden. Der Uno-Sicherheitsrat hat die Strafmaßnahmen immer weiter verschärft, um die Finanzierung der Programme zu unterbinden. Zu den Sanktionen gehört ein Verbot der Ausfuhr von Kohle und anderen Rohstoffen sowie der Einfuhr von Öl. »Die Exporte von Kohle und anderen sanktionierten Rohstoffen aus der Demokratischen Volksrepublik Korea auf dem Seeweg wurden fortgesetzt«, heißt es in dem Bericht. Die nordkoreanische Gesandtschaft an den Vereinten Nationen in New York reagierte zunächst nicht auf Anfragen.

nek/Reuters
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