Fast 2000 Notrufe Sydney kämpft mit schweren Überschwemmungen – bereits ein Mensch gestorben

Tausende mussten ihre Häuser in Sydney bereits verlassen. Behörden warnen vor Sturzfluten und Erdrutschen, ein Mann wurde tot im Hafen der Stadt geborgen. In der Nacht könnte sich die Lage »erheblich« verschlimmern.
Ein Freizeitpark im Stadtteil Camden im Süden von Sydney wurde von den Wassermassen erfasst

Ein Freizeitpark im Stadtteil Camden im Süden von Sydney wurde von den Wassermassen erfasst

Foto: Mick Tsikas / EPA

Tausende Einwohner von Sydney wurden dazu aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen – wegen Überschwemmungen. Der Stadtteil Camden im Südwesten der größten Metropole Australiens steht nach sintflutartigen Regenfällen an der Ostküste unter Wasser. »Die Lage könnte sich im Laufe der Nacht noch erheblich verschlimmern«, warnte die Leiterin des staatlichen Katastrophenschutzes, Carlene York.

Heftige Regenfälle sowie überlaufende Dämme und Flüsse sorgten dafür, dass entlang der Ostküste von Newcastle bis Batemans Bay im Bundesstaat New South Wales Sturzfluten und Erdrutsche drohten. »Es handelt sich um eine sich rasch entwickelnde Situation«, sagte die Ministerin für Katastrophenschutz von New South Wales, Steph Cooke. »Es könnte durchaus sein, dass Gebiete betroffen sind, die noch nie zuvor von Überschwemmungen betroffen waren.« Die australische Regierung hat dem Bundesstaat 100 Soldaten und zwei Hubschrauber zur Verfügung gestellt, um bei Rettungsaktionen zu helfen.

Die heftigen Regenfälle führten dazu, dass der Hauptdamm von Sydney am frühen Sonntagmorgen überlief, wie die Wasserbehörde mitteilte. »Das Wasser kann nicht mehr in den Dämmen bleiben«, sagte York. »Die Flüsse fließen sehr schnell und sind sehr gefährlich. Außerdem besteht die Gefahr von Sturzfluten, je nachdem, wo die Regenfälle auftreten.«

Allein Sonntag gab es in den betroffenen Regionen fast 2000 Hilferufe. 29 Menschen konnten binnen 24 Stunden aus den Fluten gerettet werden – darunter eine Frau, die sich eine Stunde lang an einem Pfahl festhielt, während die Helfer versuchten, sie zu erreichen. Für einen Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät: Er war aus seinem Kajak gefallen und wurde tot aus dem Hafen von Sydney gezogen, wie die Polizei mitteilte.

Erst im Frühjahr kam es in der australischen Stadt zu schweren Überschwemmungen. Schulen blieben geschlossen, ganze Gebiete wurden evakuiert.

ani/Reuters
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