Fast 50 Jahre im Amt Bahrains Regierungschef gestorben

Er war fast ein halbes Jahrhundert Regierungschef, in der Bevölkerung aber umstritten: Bahrains Ministerpräsident Chalifa bin Salman al-Chalifa ist im Alter von 84 Jahren gestorben.
Prinz Chalifa bin Salman al-Chalifa (Archivfoto von 2016)

Prinz Chalifa bin Salman al-Chalifa (Archivfoto von 2016)

Foto: Jon Gambrell / dpa

Der Premierminister des Golfstaats Bahrain ist tot. Prinz Chalifa bin Salman al-Chalifa starb im Alter von 84 Jahren in einer Klinik in den USA, wie die staatliche Nachrichtenagentur BNA berichtete. Die Todesursache wurde nicht genannt.

Der König des Golfstaats, Hamad bin Isa al Chalifa, ordnete eine einwöchige Staatstrauer an. Der Premierminister war sein Onkel. Auch die Arbeit in Ministerien und Regierungsabteilungen soll ab Donnerstag für drei Tage ausgesetzt werden.

Al-Chalifa hatte das Amt des Regierungschefs 1971 übernommen, als das Land seine Unabhängigkeit erklärte. Er war damit der dienstälteste Regierungschef der Welt. Er war während seiner fast 50 Jahre dauernden Amtszeit umstritten. Vor allem bei der schiitischen Mehrheit des sunnitisch regierten Königreichs war er sehr unbeliebt.

Als schiitische Demonstranten 2011 einen Monat lang den Perlenplatz der Hauptstadt Manama besetzten, forderten sie vor allem den Rücktritt des Regierungschefs. Die Proteste wurden mithilfe saudi-arabischer Truppen schließlich niedergeschlagen. Die Chalifa-Dynastie herrscht seit dem 18. Jahrhundert im Land.

Bahrain hatte wie auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) im September ein historisches Abkommen über die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen mit Israel unterschrieben.

als/dpa/AFP

Mehr lesen über

Verwandte Artikel

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.