Nach Explosionskatastrophe Neuer Großbrand in Beirut zerstört Hilfsgüter

Wenige Wochen nach den verheerenden Explosionen in Beirut ist ein Feuer in einem Lagerhaus des Roten Kreuzes ausgebrochen. Mittlerweile ist der Brand gelöscht, Tausende Lebensmittelpakete sind jedoch verbrannt.
Hafen von Beirut: In dem Lagerhaus befanden sich laut Rotem Kreuz "Tausende Lebensmittelpakete und eine halbe Million Liter Öl"

Hafen von Beirut: In dem Lagerhaus befanden sich laut Rotem Kreuz "Tausende Lebensmittelpakete und eine halbe Million Liter Öl"

Foto: MOHAMED AZAKIR / REUTERS

Die verheerende Doppelexplosion am Hafen von Beirut vor etwa fünf Wochen hat die Lage im Krisenland Libanon verschärft. Ein großer Teil der libanesischen Hauptstadt wurde bei den Detonationen zerstört, Hunderttausende Wohnungen sind seither unbewohnbar und viele Menschen auf Unterstützung angewiesen. Bei einem erneuten Brand im Hafen sind nun unzählige Hilfsgüter zerstört worden.

Das Feuer war am Donnerstag in einem Lagerhaus des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ausgebrochen. In ihm befanden sich Angaben der Organisation zufolge "Tausende Lebensmittelpakete und eine halbe Million Liter Öl". Da diese nun zerstört seien, werde es "Einschränkungen bei der humanitären Hilfe sowohl im Libanon als auch in Syrien geben".

Nach stundenlangem Kampf gegen die Flammen konnten Einsatzkräfte das Feuer mittlerweile löschen. Über den Ruinen des nahezu völlig zerstörten Hafengeländes standen am Freitag weiter riesige Rauchwolken, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Die Ursache des neuen Brandes blieb zunächst unklar.

Bei einer Doppelexplosion im Hafen von Beirut waren am 4. August mehr als 190 Menschen getötet und über 6500 weitere verletzt worden. Die Explosion von rund 2750 Tonnen ungesichert gelagertem Ammoniumnitrat richtete massive Zerstörungen in der libanesischen Hauptstadt an, rund 300.000 Menschen wurden obdachlos.

asc/AFP
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