Explosionen in Beirut US-Verteidigungsminister Esper spricht von Unfall

Am Abend der Katastrophe hatte US-Präsident Trump noch über einen möglichen Anschlag spekuliert - nun hat ihm sein Verteidigungsminister widersprochen. Die Zahl der Todesopfer ist auf mindestens 135 gestiegen.
Bilder der Verwüstung: Beiruts Hafengelände am 5. August

Bilder der Verwüstung: Beiruts Hafengelände am 5. August

Foto: Getty Images

Die verheerenden Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind nach Einschätzung von US-Verteidigungsminister Mark Esper ein Unglück - und kein Anschlag. "Wir sammeln noch immer Informationen, aber die meisten Quellen gehen davon aus, dass es ein Unfall war", sagte Esper per Video beim Aspen-Forum für Sicherheitspolitik.

US-Präsident Donald Trump hatte noch am Dienstagabend von einem mutmaßlichen Anschlag gesprochen. Seine Berater hätten ihm mitgeteilt, "dass es ein Anschlag war, dass es eine Art von Bombe war", sagte Trump im Weißen Haus. Trumps Bemerkung sorgte für Irritationen, weil er damit auch den Angaben der libanesischen Behörden widersprach.

Die Zahl der Todesopfer ist derweil auf mindestens 135 gestiegen. Das verkündete Libanons Gesundheitsminister Hamad Hassan gegenüber einem Fernsehsender. Die Zahl der Verletzten liege bei mindestens 5000. Man habe die Suche nach Toten auf das Meer ausgeweitet. Opfer seien durch die Druckwelle der Explosion mutmaßlich bis in das Hafenbecken geschleudert worden.

Anmerkung: In einer früheren Version des Artikels wurde Mark Esper in der Überschrift als US-Außenminister tituliert - tatsächlich ist Esper US-Verteidigungsminister. Wir haben die Angabe korrigiert.

bah/dpa/Reuters
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