Proteste in Belarus Aufstand gegen Europas letzten Diktator
Machtgefälle: Am 9. August wurde in Belarus gewählt. Machthaber Alexander Lukaschenko hat sich anschließend 80 Prozent der Stimmen zuschreiben lassen. Seither kommt es im Land zu Protesten - viele Belarussen fühlen sich um ihre Stimme betrogen.
Niedergeschlagen: Die Proteste ebben seit Tagen nicht ab. Die Polizei geht mit aller Gewalt gegen die Demonstrierenden vor. Tausende Menschen wurden in den vergangenen Tagen festgenommen.
"Mein Bruder ist kein Krimineller": Aus Protest gegen das gewaltsame Vorgehen der Polizei bei den Demonstrationen bildeten Hunderte in Weiß gekleidete Frauen in Minsk eine Menschenkette - Weiß ist die Symbolfarbe der Opposition. Sie hielten Blumensträuße und Plakate in die Luft, um ihre Solidarität mit den Demonstranten auszudrücken.
Verletzt: Die Regierung bezeichnet die Proteste als "illegal". Präsident Lukaschenko lässt die Demonstranten niederschlagen. Die Polizei setzt immer wieder Gummigeschosse, Schlagstöcke und Blendgranaten ein. Lukaschenko gilt als letzter Diktator Europas.
Wachposten: Tausende Menschen sind in den vergangenen Tagen festgenommen worden. Dieser Polizist bewacht ein Fahrzeug nahe einer Haftanstalt. Zwei Menschen sind bisher bei den Protesten ums Leben gekommen. Ein 25 Jahre alter Demonstrant starb nun nach seiner Festnahme.
Spuren der Staatsmacht: Vardan Grigryan wurde während eines Protestmarschs in der Hauptstadt Minsk festgenommen. Später zeigte er, welche Verletzungen ihm zugefügt worden sind. Trotz des hohen Risikos geben die Demonstrierenden nicht auf.
Tränen für die Verschwundenen: Angehörige von Festgenommenen warten auf Neuigkeiten. Am Freitag will die EU bei einem Sondertreffen über die Situation in Belarus beraten. Die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hatte das gewalttätige Vorgehen der Behörden in Belarus gegen friedliche Demonstranten bereits am Mittwoch verurteilt.
Geeinte Proteste: Katholiken, Orthodoxe und Protestanten bringen gemeinsam ihren Unmut über die Regierung zum Ausdruck. Längst geht es nicht mehr nur um den angeblichen Wahlsieg, den Lukaschenko sich zuschreibt. Es geht um die Gewalt, mit der er seine Kritiker niederschlagen lässt.
Hinter der Maske: Einheiten der belarussischen Polizei versuchen, die Proteste gewaltsam niederzuschlagen. Die Polizei hat eingeräumt, in der Stadt Brest nahe der Grenze zu Polen am Dienstag mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen zu haben. Mindestens ein Mensch wurde dabei laut Innenministerium verletzt.
Im Würgegriff: Seit 26 Jahren regiert Lukaschenko das Land. An dem offiziellen Wahlergebnis von Sonntag gibt es international erhebliche Zweifel. Die Europäische Union bezeichnete die Wahl als "weder frei noch fair" und drohte mit Sanktionen. Die Bundesregierung prangerte eine "Repressionswelle" in dem autoritär regierten Land an.
Trauriger Geburtstag: Die 26 Jahre alte Alina Krus demonstriert mit einem Plakat. Darauf steht: "Heute ist mein Geburtstag. Ich wünsche mir, dass niemand getötet wird. Wir sind friedliche Menschen. Schluss mit der Gewalt, bitte."
Sturm laufen: Angehörige versuchen, sich gegen die Festnahmen von Protestierenden zu wehren. Die Situation in Belarus spitzt sich weiter zu. Die belarussische Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch hat Machthaber Lukaschenko zum Rücktritt aufgefordert. "Aus meiner Sicht hat der Machtapparat dem Volk den Krieg erklärt", sagte sie.
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Machtgefälle: Am 9. August wurde in Belarus gewählt. Machthaber Alexander Lukaschenko hat sich anschließend 80 Prozent der Stimmen zuschreiben lassen. Seither kommt es im Land zu Protesten - viele Belarussen fühlen sich um ihre Stimme betrogen.
Foto: Sergei Grits / APNiedergeschlagen: Die Proteste ebben seit Tagen nicht ab. Die Polizei geht mit aller Gewalt gegen die Demonstrierenden vor. Tausende Menschen wurden in den vergangenen Tagen festgenommen.
Foto: Sergei Grits / AP"Mein Bruder ist kein Krimineller": Aus Protest gegen das gewaltsame Vorgehen der Polizei bei den Demonstrationen bildeten Hunderte in Weiß gekleidete Frauen in Minsk eine Menschenkette - Weiß ist die Symbolfarbe der Opposition. Sie hielten Blumensträuße und Plakate in die Luft, um ihre Solidarität mit den Demonstranten auszudrücken.
Foto: AP / dpaVerletzt: Die Regierung bezeichnet die Proteste als "illegal". Präsident Lukaschenko lässt die Demonstranten niederschlagen. Die Polizei setzt immer wieder Gummigeschosse, Schlagstöcke und Blendgranaten ein. Lukaschenko gilt als letzter Diktator Europas.
Foto: EPA-EFE / ShutterstockWachposten: Tausende Menschen sind in den vergangenen Tagen festgenommen worden. Dieser Polizist bewacht ein Fahrzeug nahe einer Haftanstalt. Zwei Menschen sind bisher bei den Protesten ums Leben gekommen. Ein 25 Jahre alter Demonstrant starb nun nach seiner Festnahme.
Foto: VASILY FEDOSENKO / REUTERSSpuren der Staatsmacht: Vardan Grigryan wurde während eines Protestmarschs in der Hauptstadt Minsk festgenommen. Später zeigte er, welche Verletzungen ihm zugefügt worden sind. Trotz des hohen Risikos geben die Demonstrierenden nicht auf.
Foto: Natalia Fedosenko / ITAR-TASS / imago imagesTränen für die Verschwundenen: Angehörige von Festgenommenen warten auf Neuigkeiten. Am Freitag will die EU bei einem Sondertreffen über die Situation in Belarus beraten. Die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hatte das gewalttätige Vorgehen der Behörden in Belarus gegen friedliche Demonstranten bereits am Mittwoch verurteilt.
Foto: Natalia Fedosenko / ITAR-TASS / imago imagesGeeinte Proteste: Katholiken, Orthodoxe und Protestanten bringen gemeinsam ihren Unmut über die Regierung zum Ausdruck. Längst geht es nicht mehr nur um den angeblichen Wahlsieg, den Lukaschenko sich zuschreibt. Es geht um die Gewalt, mit der er seine Kritiker niederschlagen lässt.
Foto: SERGEI GAPON / AFPHinter der Maske: Einheiten der belarussischen Polizei versuchen, die Proteste gewaltsam niederzuschlagen. Die Polizei hat eingeräumt, in der Stadt Brest nahe der Grenze zu Polen am Dienstag mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen zu haben. Mindestens ein Mensch wurde dabei laut Innenministerium verletzt.
Foto: VASILY FEDOSENKO / REUTERSIm Würgegriff: Seit 26 Jahren regiert Lukaschenko das Land. An dem offiziellen Wahlergebnis von Sonntag gibt es international erhebliche Zweifel. Die Europäische Union bezeichnete die Wahl als "weder frei noch fair" und drohte mit Sanktionen. Die Bundesregierung prangerte eine "Repressionswelle" in dem autoritär regierten Land an.
Foto: TATYANA ZENKOVICH / EPA-EFE / ShutterstockTrauriger Geburtstag: Die 26 Jahre alte Alina Krus demonstriert mit einem Plakat. Darauf steht: "Heute ist mein Geburtstag. Ich wünsche mir, dass niemand getötet wird. Wir sind friedliche Menschen. Schluss mit der Gewalt, bitte."
Foto: APSturm laufen: Angehörige versuchen, sich gegen die Festnahmen von Protestierenden zu wehren. Die Situation in Belarus spitzt sich weiter zu. Die belarussische Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch hat Machthaber Lukaschenko zum Rücktritt aufgefordert. "Aus meiner Sicht hat der Machtapparat dem Volk den Krieg erklärt", sagte sie.
Foto: Misha Friedman / Getty ImagesMelden Sie sich an und diskutieren Sie mit
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