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Mann der Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja Belarussischer Oppositioneller Sergej Tichanowski ist frei

Der belarussische Oppositionspolitiker Sergej Tichanowski ist zusammen mit 13 weiteren politischen Gefangenen freigelassen worden. Zuvor hatte der US-Sondergesandte Keith Kellogg den Machthaber von Belarus, Alexander Lukaschenko, getroffen.
Sergej Tichanowski beim Wiedersehen mit seiner Frau Swetlana Tichanowskaja

Sergej Tichanowski beim Wiedersehen mit seiner Frau Swetlana Tichanowskaja

Foto:

AFP

In der autoritär geführten Ex-Sowjetrepublik Belarus ist der Oppositionspolitiker Sergej Tichanowski nach jahrelanger Haft wieder auf freiem Fuß. Er sei aus dem Gefängnis entlassen worden, schrieb seine Frau, die im Exil lebende Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja, am Samstag auf der Plattform X. Dort postete auch der litauische Außenminister Kęstutis Budrys eine entsprechende Nachricht. Die Nichtregierungsorganisation Wjasna gab zudem bekannt, dass Tichanowski zusammen mit 13 weiteren politischen Gefangenen freigelassen wurde.

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Laut dem unabhängigen Internetportal »Nascha Niwa« ist Tichanowski bereits aus dem Land ausgereist. Ein weiterer prominenter Freigelassener sei der Journalist Igor Karnej. Die Amnestie hängt laut dem Portal mit dem Besuch des US-Sondergesandten Keith Kellogg zusammen.

Kellogg hatte zuvor den Machthaber von Belarus, Alexander Lukaschenko, besucht. Bei den Gesprächen ging es um eine friedliche Lösung für Russlands Krieg in der Ukraine, aber auch um die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Belarus. Lukaschenko hatte sich bei umstrittenen Wahlen 2020 zum Sieger erklären lassen. Proteste der Opposition ließ er damals blutig niederschlagen.

2021 hatte ein Gericht den Blogger und Politiker Tichanowski zu 18 Jahren Haft verurteilt, nachdem er beim Versuch festgenommen worden war, gegen Amtsinhaber Lukaschenko zu kandidieren. Tichanowski befinde sich nun in der litauischen Hauptstadt Vilnius, sagte ein Sprecher seiner Frau am Samstagnachmittag.

Vor einigen Tagen hatten US-Insider gesagt, Kellogg wolle Lukaschenko treffen und betrachte dies als einen Schritt, der dazu beitragen könnte, die Friedensgespräche zur Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine voranzubringen.

skr/AFP/dpa/Reuters