Nach Drohung aus dem Drogenmilieu Verdächtiges Paket vor Wohnhaus von belgischem Minister entdeckt

Neue Gefahrenlage für Belgiens Justizminister: Nach seiner mutmaßlich geplanten Entführung ist ein verdächtiges Paket vor Vincent Van Quickenbornes Haus aufgetaucht. Die Polizei räumte die nähere Umgebung.
Gegner der organisierten Kriminalität: Vincent Van Quickenborne

Gegner der organisierten Kriminalität: Vincent Van Quickenborne

Foto: Olivier Matthys / AP

Die Bedrohung des belgischen Justizministers Vincent Van Quickenborne hält nach seiner vereitelten Entführung an. In der Nähe seines Wohnhauses wurde ein verdächtiges Paket entdeckt, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Polizei meldete. Auch die belgische Tageszeitung »DeMorgen«  berichtete über das Paket. Der Dienst für die Entfernung und Zerstörung von Sprengkörpern sei hinzugerufen worden. Anwohner im Umkreis von 100 Metern mussten ihre Häuser verlassen.

Am Wochenende waren Drohungen gegen Van Quickenborne aus dem Drogenmilieu bekannt geworden. Medienberichten zufolge war die Entführung des Ministers geplant. Der Bundesstaatsanwaltschaft zufolge muss »diese Bedrohung ernst genommen« werden. Vier Verdächtige wurden bereits in den Niederlanden festgenommen.

Belgien gilt zusammen mit den Niederlanden als wichtiger Umschlagplatz für Drogen. Van Quickenborne hatte den Kampf gegen Drogenkriminalität zuletzt deutlich verschärft.

atb/
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.