In Moskau Armenien und Aserbaidschan nehmen Gespräche auf

Seit zwei Wochen bekriegen sich Armenien und Aserbaidschan in der Kaukasusregion Bergkarabach. Nun kommen die Außenminister der beiden Länder erstmals zu Gesprächen in Moskau zusammen.
Krisenregion Bergkarabach: Bombenkrater in der Stadt Martakert Aghdara

Krisenregion Bergkarabach: Bombenkrater in der Stadt Martakert Aghdara

Foto: Sergei Bobylev / imago images/ITAR-TASS

Im Konflikt um die Kaukasus-Region Bergkarabach hatte Russland angeboten zu vermitteln - nun haben die Außenminister von Armenien und Aserbaidschan die Einladung angenommen. An diesem Freitag kommen sie zu Gesprächen in Moskau zusammen.

Die Regierungen in Eriwan und Baku hätten die Teilnahme ihrer Minister bestätigt, sagte eine Sprecherin des russischen Außenministeriums, wie die Nachrichtenagentur RIA meldete. Aus der armenischen Hauptstadt Eriwan wurde Außenminister Zohrab Mnatsakanyan erwartet, aus der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku Jeyhun Bayramow.

Am 27. September waren zwischen beiden Staaten Kämpfe um Bergkarabach ausgebrochen, in denen bereits zahlreiche Menschen ums Leben kamen. Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Konfliktparteien zur Vereinbarung einer Waffenruhe aufgefordert und die Vermittlung seines Landes angeboten.

Die überwiegend von christlichen Armeniern bewohnte Region Bergkarabach gehört völkerrechtlich zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, hat sich aber losgesagt. Da Armenien von Russland und Aserbaidschan von der Türkei unterstützt werden, droht der Konflikt im Südkaukasus zu eskalieren. Dort verlaufen wichtige Erdgas- und Öl-Pipelines, durch die Aserbaidschan den Weltmarkt beliefert.

luz/Reuerts
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