Berichte über Coronamaßnahmen Biden plant weitreichende Impfpflicht für Regierungsangestellte

Obwohl massenhaft Impfstoff zur Verfügung steht, ist nur gut die Hälfte der US-Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft. Berichten zufolge will US-Präsident Biden viele Regierungsangestellte nun zur Impfung verpflichten.
US-Präsident Joe Biden

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KEVIN LAMARQUE / REUTERS

In den USA füllen sich die Krankenhäuser wieder mit Coronapatienten, die Impfquote stagniert trotzdem knapp über 50 Prozent. Nun will Präsident Joe Biden Berichten zufolge im Kampf gegen das Virus härtere Regeln einführen: Er plant eine Impfpflicht für einen Großteil der Angestellten der US-Regierung. Das berichteten etwa die »New York Times«  und die »Washington Post«  unter Berufung auf Regierungskreise.

Die Möglichkeit, sich durch regelmäßige Coronatests von einer Impfpflicht zu befreien, soll demnach wegfallen. Die Regelung solle auch für Unternehmen gelten, die für die Regierung arbeiten. Biden will am späten Nachmittag in einer Rede seinen Coronaplan zur Bekämpfung der Delta-Variante vorstellen.

DER SPIEGEL

Der Impfzwang soll laut »New York Times« für Mitarbeiter der Exekutive, einschließlich des Weißen Hauses und aller Bundesbehörden und Mitglieder der Streitkräfte gelten, nicht jedoch für Mitarbeiter des Kongresses oder des Bundesgerichtssystems. Von der Neuregelung betroffen wären wohl dennoch mehr als vier Millionen Personen.

Die Impfkampagne in den USA macht nur noch sehr langsam Fortschritte. Bislang sind dort 53,3 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft. Die Impfungen sind für Jugendliche ab zwölf Jahren und Erwachsene freigegeben. In der Bevölkerungsgruppe ab zwölf Jahren sind 62,4 Prozent vollständig geimpft. Biden hatte zuletzt immer wieder auch für eine Coronaimpfpflicht in Unternehmen geworben und Arbeitgeber zum Handeln aufgefordert.

muk/dpa
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