Nachfolge von Boris Johnson Auch britischer Finanzminister Zahawi unterstützt Truss

Im Rennen um die Nachfolge des britischen Premierministers Boris Johnson erhält Außenministerin Liz Truss weiter hochrangige Unterstützung: Finanzminister Nadhim Zahawi fordert zu ihrer Wahl auf.
Liz Truss beim EM-Finale im Wembley-Stadion

Liz Truss beim EM-Finale im Wembley-Stadion

Foto: Justin Tallis / AFP

Liz Truss werde »die veraltete ökonomische Orthodoxie umstoßen und unsere Wirtschaft auf konservative Weise führen«: Das schreibt der britische Finanzminister Nadhim Zahawi in der Zeitung »The Telegraph«  – und erklärt damit offiziell seine Unterstützung für Truss im Rennen um die Nachfolge des britischen Premierministers Boris Johnson.

Zahawi hatte Anfang Juli das Amt des Finanzministers von Truss’ Konkurrenten Rishi Sunak übernommen. Zahawi selbst schied im ersten Wahlgang aus dem Rennen um die Parteiführung der Tories aus.

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Auch Verteidigungsminister Ben Wallace hatte bereits seine Unterstützung für Truss angekündigt. Außerdem stehen unter anderem Generalstaatsanwältin Suella Braverman und der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Parlaments, Tom Tugendhat, hinter Truss. Auch die beiden hatten sich ursprünglich selbst um Johnsons Nachfolge beworben.

Johnson hatte am 7. Juli seinen Rückzug angekündigt – nach beispiellosem Druck aus seinem Kabinett. Am Montag nun beginnen die Mitglieder der Konservativen Partei die Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin. Zur Abstimmung stehen nur noch Truss und Sunak. Die beiden setzten sich in mehreren Wahlrunden in der konservativen Parlamentsfraktion durch.

Für die Stimmabgabe ist Zeit bis zum Nachmittag des 2. September. Die Entscheidung kann bis dahin beliebig oft geändert werden. Das Ergebnis soll am 5. September verkündet werden. Die Siegerin oder der Sieger zieht dann auch in den Regierungssitz in der Downing Street ein.

DER SPIEGEL

Wahlberechtigt sind alle Mitglieder, die spätestens am 3. Juni in die Tory-Partei eingetreten sind. Für Kritik sorgt wie bei früheren Stichwahlen, dass nur ein kleiner Kreis über die Person an der Spitze des Landes mit etwa 67 Millionen Einwohnern entscheidet.

Die Tory-Partei macht keine Angaben zur Zahl ihrer Mitglieder. Als 2019 Boris Johnson gewählt wurde, stimmten etwa 160.000 Menschen ab, etwa 0,3 Prozent der gesamten Wählerschaft. Schätzungen gehen nun von bis zu 200.000 Mitgliedern aus. Eine vorgezogene Parlamentswahl nach der Entscheidung ist nicht vorgesehen. Die nächste reguläre landesweite Abstimmung ist für 2024 geplant.

aar/dpa/Reuters
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