»Partygate«-Skandal Boris Johnson sendet ausgefüllten Fragebogen an Polizei zurück

In seiner Partei fordern einige bereits öffentlich seinen Rücktritt, nun hat der britische Premier Fragen der Polizei beantwortet. Es geht dabei um die »Lockdownpartys« in seinem Amtssitz.
Großbritanniens Premier Boris Johnson

Großbritanniens Premier Boris Johnson

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Jeff J Mitchell / AP

Im Rahmen der Ermittlungen zu Lockdownpartys am britischen Regierungssitz hat Premierminister Boris Johnson einen Fragebogen der Polizei ausgefüllt und zurückgesandt. Johnson hielt sich damit an die ihm von den Ermittlern gesetzte Frist von sieben Tagen zur Beantwortung der Fragen, wie das Büro des Regierungschefs am Freitagabend mitteilte.

Johnson ist wegen der mutmaßlichen Verstöße gegen die Coronaauflagen im Regierungssitz seit Wochen unter Druck. Medien tauften die Affäre »Partygate«. In zwölf Fällen von umstrittenen Veranstaltungen ermittelt inzwischen die Polizei. Der Premier hat viele Kritiker in den eigenen Reihen und muss fürchten, dass in den kommenden Wochen ein Misstrauensvotum gegen ihn angestrengt wird.

Ein erster Untersuchungsbericht zur »Partygate«-Affäre hatte den Verantwortlichen im britischen Regierungssitz schwere Verfehlungen bei der Einhaltung von Regeln vorgeworfen. Sie hätten es versäumt, sich an Standards zu halten, die zur Zeit des Coronalockdowns vorgegeben wurden. Diese hätten für die gesamte Bevölkerung gegolten, damit auch für die Regierung, hieß es in dem Bericht.

nil/AFP
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