São Paulo Brasiliens Präsident Bolsonaro ins Krankenhaus eingeliefert

Er hatte über starke Schmerzen im Unterleib geklagt – nun wurde Brasiliens Staatschef Bolsonaro eilig ins Krankenhaus gebracht. Seit einer Messerattacke in den Bauch musste er bereits mehrfach operiert werden.
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro

Foto: ADRIANO MACHADO / REUTERS

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist mit starken Schmerzen in ein Krankenhaus in São Paulo eingeliefert worden. Das berichten übereinstimmend mehrere brasilianische Medien. Demnach habe Bolsonaro laut seinem Arzt, Antônio Luiz Macedo, über Schmerzen im Magen geklagt, es besteht der dringende Verdacht auf einen Darmverschluss.

Weder die Pressestelle des Präsidenten noch des behandelnden Krankenhauses reagierten zunächst auf Nachfragen. Später teilte Bolsonaro ein Foto auf Twitter und schrieb, dass ihm eine »mögliche Operation in der Bauchregion« bevorstehe.

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»Ich begann mich am Sonntag nach dem Mittagessen unwohl zu fühlen. Ich kam heute um 03.00 Uhr morgens im Krankenhaus an«, schrieb Bolsonaro weiter. Ihm sei eine Sonde zur Nahrungsaufnahme gelegt worden.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurde der 66-Jährige nach seiner Ankunft per Flugzeug aus Santa Catarina, wo er die Feiertage zum Jahresende verbracht hatte, ins Krankenhaus Vila Nova Star in São Paulo gebracht. Auf Aufnahmen des Senders TV Globo war zu sehen, wie Bolsonaro aus dem Präsidentenflugzeug aussteigt.

Sein Arzt Macedo sagte dem Nachrichtenportal UOL, der Präsident werde sich mehreren Tests unterziehen, darunter einer Computertomographie, um den möglichen Darmverschluss zu untersuchen. Bolsonaro war bereits Mitte Juli wegen eines Darmverschlusses behandelt worden. Damals verbrachte er vier Tage im Krankenhaus.

»Er ist stabil, befindet sich in Behandlung und wird im Laufe des Vormittags erneut untersucht«, erklärten Ärzte vor Ort. Im Moment gebe es keine Prognose für seine Entlassung.

Der Gesundheitszustand von Bolsonaro hat in der Vergangenheit bereits mehrfach Grund zur Sorge gegeben. Bei einem Wahlkampfauftritt 2018 wurde er mit einem Messer attackiert und mehrmals in den Bauch gestochen. Der 66-jährige Politiker hatte damals schwere innere Verletzungen erlitten und musste notoperiert werden. Seither war der brasilianische Präsident mehrfach auf dem Operationstisch gelandet. Nicht alle Eingriffe standen jedoch im Zusammenhang mit dem Angriff von 2018.

Im Juli 2020 war der rechtsextreme Präsident dann an Covid-19 erkrankt, wies jedoch nur leichte Symptome auf und musste nicht im Krankenhaus behandelt werden. Im Sommer vergangenen Jahres war Bolsonaro dann wegen eines zehn Tage anhaltenden Schluckaufs im Krankenhaus behandelt worden.

mrc/AFP/AP/Reuters