Wegen Korruption verurteilt Bulgarien nimmt rumänische Ex-Ministerin fest

Elena Udrea wurde in Rumänien wegen Korruption zu sechs Jahren Haft verurteilt, erschien aber nicht vor Gericht. Jetzt ist die Ex-Ministerin in Bulgarien gefasst worden – es ist nicht das erste Mal, dass sie ins Ausland floh.
Ex-Ministerin Elena Udrea (Aufnahme von 2015)

Ex-Ministerin Elena Udrea (Aufnahme von 2015)

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Vadim Ghirda / picture alliance / AP

Die geflüchtete rumänische Ex-Ministerin Elena Udrea ist in Bulgarien festgenommen worden. Die zur Fahndung ausgeschriebene Politikerin wurde im bulgarischen Grenzgebiet zu Griechenland bei Kulata in Gewahrsam genommen. Das berichteten bulgarische Medien unter Berufung auf das Innenministerium in Sofia.

Im Grenzgebiet sei das Auto der Ex-Ministerin lokalisiert worden. Sie wurde demnach wegen eines in Rumänien ausgestellten europäischen Haftbefehls vorerst für 24 Stunden festgehalten.

Zu sechs Jahren Haft verurteilt

Die 48-Jährige war am Donnerstag in Rumänien wegen Korruption zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden, aber nicht vor Gericht erschienen. Nach Angaben des rumänischen Grenzschutzes war Udrea am Donnerstagmorgen kurz vor der Urteilsverkündung legal mit ihrem Auto über den Grenzübergang Giurgiu-Russe über die Donaubrücke nach Bulgarien ausgereist.

Udrea war von 2008 bis 2012 Ministerin für Tourismus und Regionalentwicklung der damaligen bürgerlichen Regierung in Bukarest unter Ministerpräsident Emil Boc. Sie war bereits 2018 vor der Justiz geflohen – damals nach Costa Rica. Dort war sie mithilfe von Interpol aufgespürt und 2019 nach Rumänien ausgeliefert worden.

als/dpa
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