Burkina Faso Mehr als 1,7 Millionen Binnenflüchtlinge

Allein mehr als eine Million Kinder gelten in Burkina Faso als innerhalb ihres Landes vertrieben. In einer gemeinsamen Erklärung rufen Hilfsorganisationen dazu auf, die Sahel-Zone trotz des Kriegs in Osteuropa nicht zu vergessen.
Seit dem Militärputsch im Januar sind in Burkina Faso Hunderttausende innerhalb ihres Landes geflüchtet (Archivbild)

Seit dem Militärputsch im Januar sind in Burkina Faso Hunderttausende innerhalb ihres Landes geflüchtet (Archivbild)

Foto: OLYMPIA DE MAISMONT/ AFP

Im westafrikanischen Burkina Faso gelten mehr als 1,7 Millionen Menschen laut Angaben mehrerer Hilfsorganisationen als intern vertrieben. In einer gemeinsamen Erklärung riefen vier Hilfsorganisationen, der Norwegian Refugee Council (NRC), Action Against Hunger, Medecins du Monde Frankreich und Oxfam, dazu auf, Geld für humanitäre Hilfe bereitzustellen.

Mindestens zwei von drei Vertriebenen in Burkina Faso seien Kinder, erklärten die Hilfsorganisationen. Bislang sei erst die Hälfte der benötigten Summe finanziert. Trotz der Krise in der Ukraine dürfte man der Sahel-Region keine Mittel und Aufmerksamkeit entziehen, warnten die Hilfsorganisationen.

Das Land mit 21 Millionen Einwohnern befindet sich seit 2019 in einer schweren humanitären Krise. Bewaffnete Gruppen, die zum Teil dem sogenannten »Islamischen Staat« (IS) oder der Terrororganisation al-Qaida die Treue geschworen haben, sind dort und in den benachbarten Ländern Mali und Niger aktiv. Auch langwierige Dürren und Hungersnöte machen dem trotz reicher Goldvorkommen verarmten Land zu schaffen. Seit einem Putsch im Januar regiert das Militär das Land.

svs/dpa

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