Bei Demonstration für Hongkong Regierungsgegner in Chinas Konsulat in Manchester verprügelt

Auf dem Gelände des chinesischen Konsulats in Manchester sollen Mitarbeiter Demonstranten attackiert haben. Britische Politiker fordern, darauf zu reagieren.
Handgemenge am Tor des chinesischen Konsulats in Manchester

Handgemenge am Tor des chinesischen Konsulats in Manchester

Foto: Matthew Leung / AFP

Einem Bericht der BBC zufolge ist ein Demonstrant von Mitarbeitern des chinesischen Konsulats in Manchester auf das Gelände der Vertretung gezerrt und verprügelt worden. Der Vorfall in der englischen Stadt soll sich bereits am Sonntag während einer Pro-Demokratie-Demonstration von Hongkongern außerhalb des Konsulats abgespielt haben.

In einem Video auf der BBC-Webseite ist zunächst zu sehen, wie ein Mann Plakate niederreißt. Kurz darauf entsteht am Tor des Konsulats ein Handgemenge. Mehrere Männer schlagen innerhalb des Geländes auf eine Person ein, bevor ein Polizist das Gelände betritt und den Mann herauszieht.

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Dem Bericht zufolge waren mehrere teils mit Schutzhelmen ausgerüstete Männer aus dem Konsulat gekommen und hatten Plakate der Demonstranten entfernt. Ein Mann sagte später der BBC: »Sie haben mich hineingezogen und verprügelt.« Ein Sprecher des Konsulats behauptete nach Angaben der BBC, außerhalb der Vertretung sei ein beleidigendes Bild des chinesischen Präsidenten Xi Jinping aufgehängt worden. Dem »Guardian« zufolge soll eine Karikatur des Staatschefs gezeigt worden sein. Die Demonstranten protestierten zu Beginn des Parteitags, der Xis Amtszeit verlängern soll.

Forderungen aus der britischen Politik

Auf BBC-Bildern war unter anderem ein Porträt des chinesischen Präsidenten mit einem Strick um den Hals zu sehen. Die Polizei in Manchester teilte mit, der Vorfall habe sich gegen 15 Uhr abgespielt. Beamte waren anwesend und reagierten umgehend, um die Situation zu entschärfen. Die Ermittlungen dauerten an.

Das britische Außenministerium teilte mit, es versuche dringend Klarheit über den Vorfall zu bekommen. Mehrere britische Politiker forderten, den chinesischen Botschafter wegen des Vorfalles einzubestellen, darunter etwa der frühere Vorsitzende der konservativen Partei Iain Duncan Smith. »Die britische Regierung muss eine Entschuldigung fordern, ebenso müssten die Verantwortlichen zurück nach China geschickt werden«, twitterte er.

til/dpa
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