Vor Weltklimakonferenz in Glasgow China und Australien reichen Klimaschutzpläne bei der Uno ein

Drei Tage vor Beginn der Weltklimakonferenz in Glasgow liegen der Uno nun auch die Klimaschutzpläne von China und Australien vor. Die Volksrepublik will bis 2060 kohlendioxidneutral werden, Australien bereits zehn Jahre früher.
Demonstration für Klima-Jobs im australischen Melbourne

Demonstration für Klima-Jobs im australischen Melbourne

Foto: JAMES ROSS / imago images/AAP

Kurz vor Beginn der Weltklimakonferenz in Glasgow am Sonntag haben China und Australien bei der Uno ihre lang erwarteten überarbeiteten Klimaschutzpläne eingereicht. Dies geht aus einer am Donnerstag aktualisierten Übersicht des Uno-Klimasekretariats in Bonn hervor. Die Kernpunkte sind jedoch bekannt und wurden von den Regierungen in Peking und Canberra schon vorab bekannt gegeben.

Das 2015 geschlossene Klima-Abkommen von Paris gibt den rund 200 beteiligten Staaten einen Fünf-Jahres-Zyklus vor, um ihre Anstrengungen Schritt für Schritt zu steigern. Sie werden in sogenannten nationalen Beiträgen vorgelegt. Auch wegen der Coronapandemie legen einige Länder ihre neuen Pläne erst jetzt vor, quasi ein Jahr zu spät.

Ab 2030 sollen Chinas Emissionen fallen

China, das bevölkerungsreichste Land, produziert mit Abstand die meisten Treibhausgase. Auch ist das Milliardenreich der größte Kohleverbraucher der Welt. Im neuen Klimaschutzplan wird nun die Zusage von Staats- und Parteichef Xi Jinping erneuert, dass Chinas Emissionen nur noch bis 2030 steigen und dann fallen sollen. Bis 2060 will China auch kohlendioxidneutral werden.

Ebenfalls bekannt ist das Versprechen, das Holzvolumen der chinesischen Wälder um sechs Milliarden Kubikmeter im Vergleich zu 2005 zu erhöhen und die Stromproduktion aus Wind- und Solarkraft bis 2030 auf eine installierte Leistungskapazität von mehr als 1,2 Milliarden Kilowatt zu steigern.

Australiens Regierung übermittelte nun auch der Uno offiziell das erst diese Woche publik gemachte Ziel, bis zum Jahr 2050 den Ausstoß von Treibhausgasen auf null zu reduzieren. Lange hatte sich der konservative Premierminister Scott Morrison geweigert, ein konkretes Datum für das Erreichen der Klimaneutralität vorzulegen. Erreicht werden soll das Ziel unter anderem durch »ultra-günstige« Solarenergie und Langzeitspeicher.

Die anvisierten Reduktionsziele bis 2030 werden nicht weiter verschärft, wie aus dem Plan hervorgeht. Diese sehen vor, die Emissionen bis dahin um 26 bis 28 Prozent gegenüber den Werten von 2005 zu senken. Die neuesten Prognosen zeigten, dass Australien auf dem besten Weg sei, die Emissionen bis 2030 sogar um 30 bis 35 Prozent zu senken, hieß es.

kfr/dpa
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