Bruch mit der Partei Colin Powell verlässt die Republikaner

Colin Powell war unter Präsident George W. Bush der erste schwarze Außenminister der USA und langjähriges Mitglied der Republikaner. Nach dem Sturm auf das Kapitol kehrt er seiner Partei den Rücken.
Colin Powell: »Ich kann mich nicht länger als Republikaner bezeichnen«

Colin Powell: »Ich kann mich nicht länger als Republikaner bezeichnen«

Foto: - / AFP

Der frühere amerikanische Außenminister Colin Powell hat mit den Republikanern gebrochen. Weil seine frühere Partei den amerikanischen Präsidenten Donald Trump bis zuletzt unterstützt habe, könne er sich »nicht länger als Republikaner« bezeichnen, sagte Powell dem US-Fernsehsender CNN.

Powell sagte, er könne sich momentan mit keiner Partei identifizieren. »Gerade schaue ich nur auf mein Land und kümmere mich nicht um Parteien«, sagte er. Die Republikaner hätten es besser wissen müssen, aber weil sie sich politisch keinem Risiko aussetzen wollten, hätten sie Trump nicht kritisiert. »Wir brauchen Menschen, die die Wahrheit sagen, die sich entsinnen, dass sie als Mitbürger hier sind. Sie sind für unser Land hier, nicht um einfach wiedergewählt zu werden.«

Powell war über Jahre eine Größe in der republikanischen Partei. 2001 hatte George W. Bush ihn in sein Kabinett berufen. Er war der erste schwarze Außenminister der USA. Zuvor war er General und Vorsitzender des Generalstabs. Powell hatte schon seit Längerem Kritik an Trump geäußert.

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Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl im vergangenen November hatte er angekündigt, nicht für Trump, sondern für dessen Rivalen Biden zu stimmen. Auch 2016 habe er nicht für Trump gestimmt, so Powell. »Wir haben eine Verfassung, wir müssen die Verfassung respektieren, und der Präsident hat sich davon abgewandt«, hatte Powell den amtierenden Präsidenten im Sommer kritisiert. Trump lüge »die ganze Zeit«.

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