Corona-Einreiseregeln Briten dürfen Eurotunnel nicht mehr benutzen

Briten, die im EU-Ausland leben, dürfen den Eurotunnel nicht mehr benutzen – außer sie wohnen in Frankreich. Das liegt an den verschärften Coronaregeln, die die Durchreise für Drittstaatler nicht mehr erlauben.
Kurz vor dem Inkrafttreten der verschärften Einreisebestimmungen staute sich der Verkehr vor dem Eurotunnel

Kurz vor dem Inkrafttreten der verschärften Einreisebestimmungen staute sich der Verkehr vor dem Eurotunnel

Foto: HENRY NICHOLLS / REUTERS

Wegen verschärfter Corona-Einreiseregeln für Drittstaatler nach Frankreich können zahlreiche Briten nicht mehr durch Frankreich zu ihren Wohnorten in anderen EU-Ländern fahren. Wie das Unternehmen Eurotunnel am späten Mittwochabend mitteilte, dürfen Briten mit Wohnsitz in einem EU-Land außerhalb Frankreichs nicht mehr mit dem gleichnamigen Autozug unter dem Ärmelkanal nach Frankreich einreisen. Briten gälten gemäß der neuen Regelungen als Drittstaatsangehörige, auch wenn sie dauerhaft in der EU lebten.

Auch das Fährunternehmen P&O Ferries teilte im Onlinedienst Twitter mit, dass nur noch Briten mit Wohnsitz in Frankreich den Ärmelkanal überqueren und nach Frankreich einreisten dürften.

Aus dem Innenministerium in Paris hieß es, die Einschränkungen basierten auf den zuletzt am 18. Dezember aktualisierten Einreisebestimmungen. Es sei nur »logisch«, Briten wie alle anderen Drittstaatsangehörigen zu behandeln und ihnen die »Durchreise in ein anderes EU-Land nicht zu gestatten«.

Wegen Brexit oder Corona?

Von der Verschärfung betroffen waren Hunderte Briten, die nach den Weihnachtsfeiertagen an ihre Wohnorte in der EU zurückkehren wollten. »Ich bin komplett verwirrt«, sagte die seit 14 Jahren in Belgien lebende Professorin Fiona Navin-Jones der Nachrichtenagentur AFP. »Ich habe nicht mehr das Recht, nach Hause zu fahren.« Ihr Eindruck sei, dass die Coronapandemie als Vorwand für etwas genutzt werde, »das eigentlich ein Brexit-Problem ist«.

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höh/AFP
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