Coronavirus in Brasilien Bolsonaro legt Veto gegen Entschädigung von Pflegepersonal ein

Das Pflegepersonal in Brasilien sollte per Gesetz entschädigt werden, wenn es infolge der Pandemie arbeitsunfähig wurde. Präsident Jair Bolsonaro ist dagegen.
Ein seltener Anblick: Maskengegner Bolsonaro mit Mund-Nasen-Schutz

Ein seltener Anblick: Maskengegner Bolsonaro mit Mund-Nasen-Schutz

Foto: Eraldo Peres/ AP

Im Juli hat das brasilianische Parlament ein Gesetz verabschiedet, mit dem Gesundheitspersonal entschädigt werden sollte, das durch die Arbeit während der Corona-Pandemie arbeitsunfähig geworden ist. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat nun sein Veto dagegen eingelegt.

Im Amtsblatt "Diário Oficial"  begründete Bolsonaro seinen Schritt damit, dass es - "trotz guter Absichten" - nicht rechtmäßig sei, unter anderem weil es fortwährende Kosten während des Finanznotstands erzeuge.

Der Gesetz sah eine Einmalzahlung für betroffenes Gesundheitspersonal wie Ärzte und Pfleger in Höhe von 50.000 Reais vor (umgerechnet etwa 8000 Euro). Der Kongress kann Bolsonaros Einsprüche prüfen und diesen folgen oder sie zu Fall bringen.

Fast 2,8 Millionen Menschen haben sich in Brasilien mit dem Coronavirus infiziert, über 90.000 Menschen starben bereits an Covid-19. Bolsonaro, der sich zwischenzeitlich selbst infizierte, wird für seine Untätigkeit im Kampf gegen das Virus kritisiert.

bah/dpa
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