Hohe Corona-Zahlen Dänemark schließt Grenze für deutsche Urlauber

Ab dem Wochenende dürfen Menschen aus Deutschland nur noch nach Dänemark einreisen, wenn sie einen triftigen Grund haben. Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen.
Dänische Polizisten bei einer Kontrolle an der Grenze zu Deutschland im März

Dänische Polizisten bei einer Kontrolle an der Grenze zu Deutschland im März

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Carsten Rehder/ dpa

Aus deutscher Sicht gibt es in Dänemark derzeit nur ein Corona-Risikogebiet, nämlich die Region Hovedstaden. Das Nachbarland hingegen blickt mit Sorge auf die stark steigenden Infektionszahlen in Deutschland - und schließt nun die gemeinsame Grenze für Urlauber weitgehend.

Menschen aus Deutschland dürfen ab Samstag nur noch einreisen, wenn sie einen triftigen Grund haben. Das gab das dänische Außenministerium bekannt. Ein triftiger Grund für die Einreise kann gegeben sein, wenn ein Deutscher in Dänemark arbeitet oder seine Familie oder seinen Partner besuchen will. Urlaubsreisen sind dagegen wieder bis auf wenige Ausnahmen untersagt.

Ausgenommen von der neuen Regel sind Deutsche, die ein Ferienhaus in Dänemark besitzen, wie Außenminister Jeppe Kofod sagte. Auch wer sich bereits im Land aufhalte, müsse nun nicht überhastet abreisen. Aus der Grenzregion Schleswig-Holstein soll man zudem vorerst noch einreisen können - vorausgesetzt die Infektionszahlen steigen dort nicht auf über 30 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Die dänischen Behörden raten von Reisen ins Ausland ab, wenn es dort binnen einer Woche mehr als 30 neue Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Die Maßnahme wird zurückgenommen, wenn der Wert wieder auf unter 20 fällt.

Wer aus einem Land mit einem Wert über 30 nach Dänemark zurückkehrt, wird zur 14-tägigen Quarantäne aufgefordert. Die dänischen Quarantäneregeln gelten nun für alle europäischen Länder außer Norwegen, Griechenland und wenige Regionen in Schweden.

Rekordzahl an Infektionen in Dänemark - aber auch mehr Tests

Am Donnerstag erreichte auch in Dänemark die Zahl der Neuinfektionen ein Rekordhoch. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 760 neue Fälle registriert, wie das Staatliche Gesundheitsinstitut mitteilte. Virologen weisen aber darauf hin, dass die hohe Zahl nicht bedeuten muss, dass sich nun mehr Menschen infizieren als im Frühjahr, weil inzwischen auch sehr viel mehr getestet werde.

Die dänische Regierung hat angesichts der zunehmenden Neuinfektionen schärfere Maßnahmen im Land in Aussicht gestellt. "Die nächsten zwei bis drei Tage werden entscheidend sein", sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Schon jetzt muss man in großen Teilen der Öffentlichkeit in Dänemark einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bei Versammlungen sind nicht mehr als 50 Personen zugelassen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sage der Nachrichtenagentur Ritzau, die Dänen könnten sich darauf einstellen, dass die traditionellen Betriebsweihnachtsfeiern nicht stattfinden werden.

mes/dpa
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