Coronakrise in Neuseeland Premierministerin Ardern kürzt eigenes Gehalt

"Wenn es jemals eine Zeit gegeben hat, die Lücke zwischen verschiedenen Gruppen zu schließen, dann jetzt": Neuseelands Regierungschefin will in der Corona-Pandemie für sechs Monate auf einen Teil ihrer Bezüge verzichten.
Jacinda Ardern: Harte Maßnahmen ergriffen

Jacinda Ardern: Harte Maßnahmen ergriffen

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Pool/ Getty Images

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat den Bürgern strenge Ausgangsbeschränkungen verordnet - doch auch sie selbst will verzichten. Sie werde angesichts der Coronavirus-Pandemie ihr Gehalt für sechs Monate um 20 Prozent kürzen, sagte Ardern. Dasselbe soll für die Mitglieder ihrer Regierung sowie für andere hohe Staatsbedienstete gelten.

"Wenn es jemals eine Zeit gegeben hat, die Lücke zwischen verschiedenen Gruppen von Menschen zu schließen, dann jetzt", sagte die Premierministerin. Ihre Regierung rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit und Gehaltskürzungen im Zuge der Epidemie in Neuseeland. Für Gesundheitspersonal oder Polizeibeamte, die an erster Linie gegen das Virus kämpften, gelte der Gehaltsverzicht nicht, sagte Ardern. Sie verdient umgerechnet knapp 260.000 Euro im Jahr.

In Neuseeland gelten wegen der Ausbreitung des Coronavirus strikte Ausgangsbeschränkungen. Behörden und Schulen sind seit drei Wochen geschlossen, die Wirtschaft steht weitgehend still. In der kommenden Woche soll entschieden werden, ob die harten Maßnahmen aufrechterhalten werden. Bislang wurden in dem knapp fünf Millionen Einwohner zählenden Pazifikstaat 1386 Infektionen gemeldet, neun Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19.

mes/dpa
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