Corona-Pandemie Von der Leyen will Pläne für digitalen Impfpass für die EU noch im März vorstellen

Impfen gegen das Coronavirus ist freiwillig – und wie mit Geimpften umgegangen wird, je nach EU-Land verschieden. Nun hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Pläne für einen EU-Impfpass noch im März angekündigt.
Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission

Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission

Foto: Johanna Geron / dpa

In der EU soll schon bald ein digitaler Impfpass möglich sein. Entsprechende Pläne für die Ausarbeitung eines solchen Dokuments will die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen noch im März vorlegen. Dies kündigt die CDU-Politikerin in einer Videokonferenz mit deutschen Unionspolitikern an. Mit dem Gesetzentwurf soll klar werden, wie der europäische Impfnachweis konkret aussehen solle, sagte von der Leyen.

Bereits vergangene Woche hatten sich die 27 EU-Staaten darauf geeinigt, dass es einen gegenseitig anerkannten Impfnachweis geben soll. Wie der ausgestaltet wird, ist aber bislang unklar. Angedacht sind eine Datenbank zur Registrierung der Impfungen und ein personalisierter QR-Code für Geimpfte. Die EU-Kommission muss nun den Gesetzentwurf vorlegen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Corona-Geimpfte sollen Immunisierung fälschungssicher nachweisen können

»Wir wollen in den nächsten Monaten die technischen Voraussetzungen schaffen«, bekräftigte von der Leyen nach entsprechenden Absprachen beim EU-Gipfel vorige Woche. Und sie fügte hinzu: »Damit der digitale grüne Pass aber ein Erfolg wird, brauchen wir die Unterstützung aller Mitgliedstaaten. Auch Sie in Deutschland müssen die Voraussetzungen dafür schaffen.« Ziel ist, dass Corona-Geimpfte fälschungssicher ihre Immunisierung nachweisen können.

Ob dieses Dokument Erleichterungen bei Reisen oder dem Besuch von Restaurants oder Veranstaltungen bringen würde, ist offen. Es bliebe wohl den einzelnen EU-Staaten überlassen. In Israel sind mit dem »grünen Pass« Vorteile für Geimpfte verbunden.

Anmerkung: In einer früheren Überschrift des Textes hieß es, Ursula von der Leyen wolle den Impfpass für die EU noch im März einführen. Richtig ist: Kommissionspräsidentin Von der Leyen will die Gesetzesgrundlagen für den Impfpass noch im März vorstellen. Wir haben die Überschrift korrigiert.

mrc/höh/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.