Omikron-Variante in den USA Biden warnt Ungeimpfte vor Winter voller »schwerer Krankheitsverläufe und Todesfälle«

Die Omikron-Variante werde sich schon ab Januar »viel schneller« in den USA verbreiten, erklärt Präsident Joe Biden – und zeichnet für Ungeimpfte ein düsteres Bild. Es gebe aber auch gute Nachrichten.
US-Präsident Biden im Weißen Haus: Dringlicher Appell zum Impfen

US-Präsident Biden im Weißen Haus: Dringlicher Appell zum Impfen

Foto: EVELYN HOCKSTEIN / REUTERS

Angesichts der beginnenden Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in den USA hat Präsident Joe Biden Ungeimpfte vor einem »Winter schwerer Krankheitsverläufe und Todesfälle« gewarnt. Ungeimpfte brächten sich selbst und ihre Familien in Gefahr und drohten die Krankenhäuser an Kapazitätsgrenzen zu bringen, sagte Biden am Donnerstag im Weißen Haus.

Der Präsident warnte, Omikron werde sich schon ab Januar »viel schneller« in den USA verbreiten. »Aber es gibt gute Nachrichten: Wenn Sie geimpft sind und Ihren Booster bekommen haben, sind Sie gegen schwere Krankheitsverläufe und Tod geschützt.«

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Die Zahl der Neuinfektionen ist in den USA zuletzt wieder deutlich angestiegen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC meldet derzeit im Schnitt pro Tag rund 120.000 Neuinfektionen. Bislang ist die Delta-Variante noch für mehr als 90 Prozent der Infektionen verantwortlich. In einigen Landesteilen, vor allem im Nordosten der USA, ist aber bereits ein rascher Anstieg der Omikron-Fälle zu verzeichnen.

Dem CDC zufolge sterben in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern derzeit jeden Tag rund 1100 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronainfektion.

US-Behörde empfiehlt andere Impfstoffe vor Johnson & Johnson

Die CDC empfiehlt künftig, andere Coronaimpfstoffe dem Wirkstoff von Johnson & Johnson vorzuziehen. Damit werde eine Empfehlung von einem Beratergremium übernommen, das kurz zuvor einstimmig entsprechend abgestimmt hatte, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Das Risiko einer Hirnthrombose in Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Präparat von Johnson & Johnson sei höher als bislang bekannt, hieß es von dem Beratergremium zur Begründung. Dutzende Fälle und mindestens neun Todesfälle seien in den vergangenen Monaten erkannt worden.

Neben Johnson & Johnson sind in den USA noch die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen. Die Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson waren im Frühjahr schon einmal vorübergehend ausgesetzt, nachdem erste Fälle von Hirnthrombosen bekannt geworden waren.

Jegliche Impfung sei aber besser als keine Impfung, betonte die CDC. Wer keine Impfung mit Biontech/Pfizer wolle oder haben könne, dem werde weiter das Präparat von Johnson & Johnson zur Verfügung stehen.

aar/dpa
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