Wegen Coronawelle USA warnen vor Reisen nach Shanghai

Die Biden-Regierung hat wegen der Coronakrise die Ausreise von nicht notwendigem Personal aus ihrem Konsulat in Shanghai genehmigt. Zudem wurden US-Bürger vor Reisen in die chinesische Metropole gewarnt.
Checkpoint in Shanghai: Chinesische Metropole im Lockdown

Checkpoint in Shanghai: Chinesische Metropole im Lockdown

Foto: HECTOR RETAMAL / AFP

Angesichts des Corona-Ausbruchs in Shanghai warnt die US-Regierung vor Reisen in die chinesische Metropole  und erlaubt ihren Mitarbeitern im dortigen Konsulat die Ausreise. Als Grund nannte das US-Außenministerium die Ausgangssperren, weitere Coronabeschränkungen und das Risiko, dass Eltern bei einer Infektion von ihren Kindern getrennt werden könnten.

Alle nicht absolut notwendigen Mitarbeiter des Konsulats und deren Familien dürften ausreisen, hieß es weiter. Damit dürfte der reguläre Betrieb des Konsulats in Shanghai bis auf Weiteres stillgelegt sein.

Weiträumige Ausgangssperren

Chinas aktuelle Corona-Welle ist die Schlimmste seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. Betroffen sind unter anderem die Metropolen Shanghai, Changchun und Shenyang in Nordostchina, in denen insgesamt rund 38 Millionen Einwohner leben. Wegen Chinas strikter Null-Covid-Politik gelten weiträumige Ausgangssperren.

Große Empörung löste zuletzt die Praxis aus, dass kleine Kinder von ihren Eltern getrennt werden. Nach Protesten hatte die Stadtregierung von Shanghai am Mittwoch angekündigt, dass dort nicht infizierte Eltern beantragen könnten, Kinder, die besondere Unterstützung bräuchten, in die Isolation begleiten zu dürfen. Unklar blieb aber, ob sich die Regelung nur auf Kinder beschränkt, die spezielle Betreuung brauchen.

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China gehört zu den letzten Ländern weltweit, die an der sogenannten Zero-Covid-Strategie festhalten. Die strikten Lockdowns haben jedoch einen Preis: Analysten haben ihre Wirtschaftswachstumsprognosen für China nach unten korrigiert, da wegen der Maßnahmen Fabriken geschlossen wurden und Millionen Verbraucher ihre Häuser nicht verlassen können. Der Unmut in der Bevölkerung wächst, was sich vor allem in Äußerungen in Online-Netzwerken zeigt.

wit/dpa/AFP