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Acht Milliarden - der Auslands-Podcast Wer schützt die Armen der Welt vor Corona?

Soziale Distanz muss man sich leisten können: In Brasilien, Südafrika oder Indien könnte die Corona-Seuche dramatische Auswirkungen haben. Juan Moreno spricht im Podcast mit SPIEGEL-Korrespondenten auf drei Kontinenten.
Ein Podcast von Juan Moreno

Kann man 1,3 Milliarden Menschen zu Hause einsperren? Was geschieht, wenn die Corona-Seuche ein afrikanisches Land erfasst, in dem es Millionen immunschwache Menschen gibt? Und was bedeutet es für einen Staat, wenn Drogenbanden in den Armenvierteln eine Ausgangssperre durchsetzen müssen, weil der Präsident die Corona-Erkrankung als "Grippchen" abtut?

Bis jetzt hat das Virus nach China vor allem die reicheren Länder heimgesucht, in denen die Menschen viel reisen. Doch was ist, wenn das Virus die globale Unterschicht befällt  - all die Staaten, deren Gesundheitssystem schon lange vor Corona vor dem Kollaps stand?

In der dritten Folge von "Acht Milliarden", dem neuen Auslandspodcast des SPIEGEL, spricht Host Juan Moreno darüber mit einer Korrespondentin und zwei Korrespondenten auf drei Kontinenten. Sie berichten davon, wie schwierig der Kampf gegen Corona in den Entwicklungsländern ist. In den meisten Ländern steht die Ausbreitung des neuen Coronavirus zwar noch am Anfang - doch wegen der schlechten Gesundheitssysteme und einer teilweise verheerenden sozialen Situation sind viel dramatischere Auswirkungen zu erwarten als in China, Europa oder den USA.

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In Indien spricht Juan Moreno mit SPIEGEL-Korrespondentin Laura Höflinger, die in Bangalore lebt. Premierminister Narendra Modi hat seine 1,3 Milliarden Landsleute unter Hausarrest gestellt - und bisher funktioniert das sogar einigermaßen. Aber zu welchem Preis? In Südafrika fürchtet die Regierung, dass das Coronavirus auf die dicht besiedelten Armenviertel übergreift, in denen heute schon Millionen Menschen an Tuberkulose leiden und HIV-positiv sind - auf einem Kontinent, der in Sachen Pandemien nun wirklich mehr als genug Leid erfahren hat.

Und zum Abschluss erzählt SPIEGEL-Korrespondent Jens Glüsing aus Rio de Janeiro, warum Präsident Jair Bolsonaro, einer der letzten Corona-Skeptiker unter den Staatenlenkern, von seinem Kabinett nur mühsam davon abgehalten werden konnte, den Gesundheitsminister zu feuern. Denn der fährt trotz der Skepsis des Präsidenten einen harten Kurs gegen die Ausbreitung des Virus. Mit gutem Grund: In den dicht besiedelten Favelas der großen Städte sind schlimme Folgen zu erwarten.

Sicher ist: Das Virus lässt sich nur besiegen, wenn die ganze Welt mitmacht. Doch eine Frage, die man sich in den reichen Industrieländern stellt, drängt sich in den armen Ländern noch viel mehr auf: Was, wenn am Ende die wirtschaftlichen Folgen und eine neue Armut noch mehr Menschen töten als das Virus?

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