Coronavirus Trump sagt G7-Treffen in Camp David ab

Videokonferenzen statt persönlicher Gespräche: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird der G7-Gipfel im Juni nicht wie geplant in den USA stattfinden. Das erklärte das Weiße Haus.
US-Präsident Trump

US-Präsident Trump

Foto: MANDEL NGAN/ AFP

Eigentlich hätten sich Vertreter der G7-Staaten im Juni in Camp David treffen sollen, dem Landsitz der US-Regierung. Doch daraus wird nun nichts: Präsident Donald Trump hat das Treffen wegen der Coronakrise abgesagt, wie das Weiße Haus erklärte. Demnach sollen statt der persönlichen Gespräche nun Videokonferenzen abgehalten werden.

Damit solle es jedem Land ermöglicht werden, sich voll und ganz auf die Folgen der Covid-19-Ausbreitung zu konzentrieren, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Judd Deere. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Reuters von der Absage der persönlichen Treffen in Camp David berichtet.

In den USA ist die Zahl der Corona-Fälle zuletzt deutlich gestiegen, die Zahl der bestätigten Infektionen liegt inzwischen bei fast 10.800.

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Üblicherweise kommen zu den Gipfeln der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industriestaaten große Delegationen aus den jeweiligen Ländern sowie zahlreiche Journalisten. Zu den G7 gehören die USA, Italien, Japan, Kanada, Frankreich, Deutschland und Großbritannien.

Trump ist in diesem Jahr Gastgeber des G7-Gipfels und kann damit den Ort auswählen. Das Treffen sollte vom 10. bis zum 12. Juni stattfinden. Zunächst hatte Trump erwogen, es in einem seiner eigenen Hotels in Miami auszurichten. Das stieß jedoch auf scharfe Kritik. Trump ist in den USA immer wieder dafür gerügt worden, dass er seine eigenen Liegenschaften für offizielle Zwecke nutze und damit finanziell von seiner Präsidentschaft profitiere.

aar/Reuters/AP/AFP
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