Coronavirus Flugzeug mit deutschen Wuhan-Rückkehrern gestartet

Eine britische Chartermaschine fliegt weitere Deutsche und ihre Angehörigen aus dem Coronavirus-Zentrum Wuhan in China aus. Am Sonntag sollen sie in Berlin landen.
Auf einem ersten Flug hatte eine Bundeswehr-Maschine (hier im Bild) deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus Wuhan geholt - nun ist ein britischer Charterflug in der chinesischen Stadt gestartet

Auf einem ersten Flug hatte eine Bundeswehr-Maschine (hier im Bild) deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus Wuhan geholt - nun ist ein britischer Charterflug in der chinesischen Stadt gestartet

Foto: Boris Roessler/ dpa

Aus der chinesischen Millionenstadt Wuhan, die schwer vom neuen Coronavirus betroffen ist, bringt eine britische Chartermaschine weitere Europäer in ihre Heimat zurück. Das Flugzeug hat 200 Briten und auch etwa 20 deutsche Staatsangehörige und ihre Familien an Bord.

Die Maschine habe an diesem Samstagabend, nach Ortszeit Sonntagmorgen um 3.20 Uhr, in Wuhan abgehoben, teilte das Außenministerium in London mit. Sie soll demnach am Sonntagmorgen europäischer Zeit auf dem britischen Militärflughafen in der Nähe von Oxford landen.

Das Auswärtige Amt twitterte am Samstagabend einen Dank an die britischen Behörden: "An Bord einer britischen Chartermaschine sind Deutsche und Familienangehörige aus Wuhan auf dem Weg in die Heimat", schrieb die Behörde. "Guten Flug und großen Dank an die britischen Behörden für die große Hilfe!"

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In Großbritannien sollen die deutschen Rückkehrer in eine Maschine der Luftwaffe umsteigen, um weiter nach Berlin zu fliegen. Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit hatte zuvor mitgeteilt, dass die Rückkehrer aus Wuhan am Sonntag am Flughafen Berlin-Tegel erwartet würden.

Geplant sei, die Deutschen nach ihrer Ankunft vorsorglich für 14 Tage isoliert auf dem Gelände der DRK Kliniken in Berlin Köpenick unterzubringen.

Berliner Gesundheitssenatorin: Stadt ist "gut vorbereitet"

Die Stadt sei "gut vorbereitet", sagte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Ein Amtsarzt werde die Menschen im militärischen Teil des Flughafens Tegel in Empfang nehmen. Danach sollen sie auf das Virus getestet werden. Mit Ergebnissen werde am Montagmittag gerechnet.

Eine Maschine der deutschen Luftwaffe hatte bereits am vergangenen Wochenende 126 Menschen aus Wuhan in der Provinz Hubei ausgeflogen. Bei zwei Passagieren wurde das Virus diagnostiziert. Insgesamt gibt es in Deutschland inzwischen 14 bestätigte Fälle.

In China sind nach Angaben der Behörden bereits mehr als 34.500 Menschen an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Mehr als 720 Infizierte starben. Von China aus hat sich der Erreger in mehr als zwei Dutzend weitere Länder ausgebreitet.

kko/dpa/AFP
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