Angst vor Corona Biden reist nicht zum Nominierungsparteitag nach Milwaukee

Die Rede zur Nominierung als Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten wird Joe Biden in seiner Heimat Delaware halten. Aus Sorge vor der Pandemie sagte er die Reise zum Parteitag nach Wisconsin ab.
Joe Biden

Joe Biden

Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS/ AFP

Joe Biden stellt sich wegen der Corona-Pandemie zu Hause als Herausforderer von Donald Trump vor. Er werde seine Rede zur Nominierung im heimatlichen Bundesstaat Delaware halten, teilten die Demokraten mit. Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Auch andere Redner bei dem Parteitag würden nicht nach Milwaukee reisen, hieß es.

Wegen befürchteter Gesundheitsrisiken hatten die Demokraten den ursprünglich für Juli geplanten Parteitag bereits auf August verschoben und später angekündigt, die Versammlung weitgehend digital abzuhalten. Der Parteitag ist für den 17. bis 20. August geplant. Der 77-Jährige gilt seit April nach dem Ausscheiden seiner Mitbewerber bereits als designierter Kandidat der Demokraten. Anfang Juni hatte er sich nach eigenen Angaben bei Vorwahlen die nötigen Delegiertenstimmen für die Präsidentschaftskandidatur gesichert. Biden will am 3. November gegen Trump antreten.

Trump erwägt Nominierungsrede im Weißen Haus

Die US-Präsidentschaftskandidaten werden traditionell bei Parteitagen gekürt und halten nach der Nominierung eine Rede. Normalerweise nehmen an der mehrtägigen Veranstaltung Tausende Menschen teil, darunter Delegierte und Journalisten. Auch die Republikaner haben ihre Planungen für den Parteitag Ende August wegen der Corona-Pandemie umgeworfen. Wie genau er in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina ablaufen wird, ist unklar.

Trump wiederum hat andere Pläne. Er wird seine bevorstehende Rede zur erneuten Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner wegen des Coronavirus womöglich vom Weißen Haus aus halten. "Wir denken darüber nach, es vom Weißen Haus aus zu tun, weil dann nichts in Bewegung gesetzt wird, es einfach ist, und ich denke, es ist eine wunderschöne Umgebung", sagte Trump dem TV-Sender Fox. Er habe im Weißen Haus eine Menge Zeit verbracht und finde, es sei ein großartiger Platz und repräsentativ für das Land.

als/dpa
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