Unruhen in Millionenstadt Guangzhou Krawalle bei Protesten gegen Chinas Coronamaßnahmen

Chinas Behörden reagieren mit harten Maßnahmen auf wieder steigende Coronazahlen. In der Millionenmetropole Guangzhou kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, als eine Menschenmenge Straßensperren durchbrach.
Sicherheitskräfte bei der Patrouille in Guangzhou

Sicherheitskräfte bei der Patrouille in Guangzhou

Foto:

Andy Wong / AP

In der südchinesischen Wirtschaftsmetropole Guangzhou ist es zu gewaltsamen Protesten gegen die Null-Covid-Strategie der Behörden gekommen. Menschenmengen durchbrachen am Montagabend Corona-Sperren in der Stadt und marschierten durch die Straßen, wie im Internet veröffentlichte Videos mit chaotischen Szenen zeigen.

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In letzter Zeit ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen in der Volksrepublik wieder massiv angestiegen. Allein in Guangzhou mit seinen fast 19 Millionen Einwohnern wurde erstmals die Marke von 5000 Fällen übertroffen. Das befeuerte Spekulationen, dass örtliche Lockdowns ausgeweitet werden könnten.

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Auf Twitter gepostete und weit verbreitete Videos, die nicht unabhängig überprüfen werden konnten, zeigten am späten Montagabend Szenen im Stadtteil Haizhu, in denen Menschen durch die Straßen stürmten und zusammen mit in weißen Schutzanzügen gekleideten Wanderarbeitern protestierten. In Haizhu ist einer der größten Stoffmärkte Chinas beheimatet.

»Nach einer Weile versammelten sich die Leute, schlugen gewaltsam gegen die gewellten Metallzäune und zerstörten den Wachposten«, zitierte die Hongkonger Zeitung »South China Morning Post« eine Augenzeugin namens Marissa. Einige Bewohner hätten aus den Häusern ihre Unterstützung mit den Demonstranten bekundet. Die Polizei habe die Lage allerdings nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht.

Hashtags auf Weibo gelöscht

Mehrere Hashtags zum Thema »Unruhen« in der Gegend wurden am Dienstagmorgen von Chinas Twitter-Rivalen Weibo gelöscht. Weder die Stadtregierung von Guangzhou noch die Polizei der Provinz Guangdong waren für eine Stellungnahme erreichbar.

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Während der Rest der Welt versucht, mit dem Virus zu leben, verfolgt China unverändert eine strikte Null-Covid-Strategie mit Lockdowns, alltäglichen Massentests, strenger Kontrolle, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne. Trotzdem hat die Zahl der Neuinfektionen gerade in den vergangenen Wochen wieder stark zugenommen, während sich die leicht ansteckenden Omikron-Varianten schnell verbreiten. Auch wächst der Unmut im Volk über die andauernden strengen Maßnahmen.

als/dpa/Reuters
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