Trumps Ex-Wahlkampfmanager Manafort kommt wegen Corona früher aus dem Gefängnis

Paul Manafort wurde im März 2019 zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Wegen der Corona-Gefahr darf der frühere Wahlkampfmanager von Donald Trump das Gefängnis jetzt frühzeitig verlassen.
Wieder frei: Paul Manafort (Archivaufnahme)

Wieder frei: Paul Manafort (Archivaufnahme)

Foto: Eduardo Munoz/ REUTERS

Corona sei Dank:  Paul Manafort, der zu mehreren Jahren Haft verurteilte Ex-Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, ist wegen der gefährlichen Pandemie aus dem Gefängnis entlassen worden. So solle sich der 71-Jährige besser gegen das Virus schützen können, erklärten seine Anwälte am Mittwoch. 

Manafort leide an Atemproblemen und Bluthochdruck, dadurch sei er besonders anfällig für das Coronavirus. Seine restliche Strafe werde er in Hausarrest verbringen.

Manafort war im vergangenen Jahr zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er saß bisher in einem Gefängnis in Pennsylvania ein. Manafort gehört damit zu den mehr als 2400 Gefangenen in US-Bundesgefängnissen, die wegen des Coronavirus in den Hausarrest entlassen wurden.

Der ehemalige Trump-Berater war einer der ersten Beschuldigten, der im Zusammenhang mit der Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller zur Einmischung Russlands in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 angeklagt wurde.

Verurteilt wurde Manafort allerdings nicht wegen seiner Tätigkeit für Trump - sondern unter anderem deshalb, weil er seine Lobbyistenarbeit für ukrainische Politiker und die daraus sprudelnden Millioneneinnahmen vor den US-Behörden verborgen hatte.

als/AFP/Reuters