Corona in China Peking öffnet Massen-Isolationszentrum wieder

Die Menschen in Peking reagieren mit Hamsterkäufen auf die steigenden Coronainfektionen. Und eine große Klinik der chinesischen Hauptstadt bereitet sich bereits auf Isolierungen von Erkrankten vor.
Mitarbeiter im Pekinger Xiaotangshan-Fangcai-Krankenhaus

Mitarbeiter im Pekinger Xiaotangshan-Fangcai-Krankenhaus

Foto: TPG / Getty Images

China hat derzeit mit seinem schwersten Coronaausbruch seit Beginn der Pandemie vor gut zwei Jahren zu kämpfen. Aus Peking mit seinen 21 Millionen Einwohnern wurden am Mittwoch zwar nur 51 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, fünf davon symptomlos. Aber die Behörden in der Hauptstadt treiben ihre Vorkehrungen voran.

Peking hat ein Massen-Isolationszentrum wiedereröffnet, da die Behörden versuchen, den Ausbruch von Covid-19 in der Stadt einzudämmen. Das Xiaotangshan-Fangcai-Krankenhaus, das über mindestens 1200 Betten und Testeinrichtungen verfügt, wurde erstmals während der Sars-Epidemie 2003 eröffnet und Anfang 2020 zur Behandlung von Covidpatienten genutzt, berichtet der »Guardian« .

Die Gesundheitsbehörde von Peking berichtete demnach, sie habe das Xiaotangshan-Krankenhaus vorsorglich wieder geöffnet. Es beschrieb den Kampf gegen die Omikron-Ausbreitung als Schachspiel. Eine Isolierstation sei bereits in Betrieb, in der 40 medizinische Mitarbeiter 12 Personen mit asymptomatischen oder leichten Fällen behandelten.

Im Zuge von Bewegungseinschränkungen wurden in der chinesischen Hauptstadt außerdem dutzende U-Bahn-Stationen geschlossen. Von den Schließungen seien rund 40 Haltestellen – gut ein Zehntel des Pekinger U-Bahn-Netzes – betroffen, teilte der U-Bahn-Betreiber am Mittwoch im Chat-Dienst WeChat mit. Die Ein- und Ausgänge dieser Stationen würden geschlossen, für die Durchfahrt von U-Bahnen seien die U-Bahnhöfe aber nicht gesperrt.

Die Pekinger fürchten weitere Verschärfungen der Corona-Restriktionen. Viele Einwohner haben sich bereits für einen möglichen Lockdown mit Vorräten eingedeckt. Einige Wohnanlagen in Peking wurden bereits abgeriegelt. Bei vielen Touristenattraktionen wurden die Corona-Restriktionen verschärft. In Restaurants der Hauptstadt darf kein Essen mehr serviert werden. Im dicht besiedelten Stadtbezirk Chaoyang laufen seit Dienstag Massentests bei der Bevölkerung.

als/AFP