Coronavirus Regierungsvertreter von Wuhan räumt Versäumnisse ein

Der Chef der Kommunistischen Partei in Wuhan hat die eigene Reaktion auf den Corona-Ausbruch kritisiert. Hätte es zu Beginn "strengere Kontrollmaßnahmen" gegeben, wären die Folgen glimpflicher gewesen.
Ma Guoqiang macht sich Vorwürfe

Ma Guoqiang macht sich Vorwürfe

Foto: Qilai Shen/ Bloomberg/ Getty Images

Im Staatsfernsehen hat der Chef der Kommunistischen Partei in Wuhan Versäumnisse beim Umgang mit dem Ausbruch des Coronavirus eingeräumt. Er empfinde "Schuld, Reue" und mache sich selbst Vorwürfe, sagte Ma Guoqiang am Freitag im staatlichen Fernsehsender CCTV. Hätte es zu Beginn des Coronavirus-Ausbruchs "strengere Kontrollmaßnahmen" gegeben, wäre die Epidemie möglicherweise glimpflicher verlaufen, fügte Ma hinzu.

Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus in China hatte sich zuletzt auf mehr als 120 erhöht. Fast 10.000 weitere sind landesweit mit dem Virus infiziert. Die meisten Fälle gibt es in der zentralchinesischen Provinz Hubei, in der auch die Millionenmetropole Wuhan liegt. Dort war das Virus im Dezember zum ersten Mal aufgetreten.

Kritik an Regionalregierung hat zugenommen

Seit mehr als einer Woche sind Wuhan und weitere Großstädte in Hubei abgeriegelt. Etwa 56 Millionen Menschen stehen praktisch unter Quarantäne. Im Rückblick hätten die Maßnahmen schon zehn Tage früher eingeführt werden müssen, sagte Ma. Dies hätte die Epidemie "zu einem gewissen Grad abmildern können".

Angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus hatte die Kritik an der Regierung in Wuhan zuletzt zugenommen. Nutzer von Online-Netzwerken warfen den Behörden vor, Informationen zu dem Virus zu lange zurückgehalten zu haben.

höh/AFP
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