Urteil gegen Kriegsverbrecher Ugandischer Rebellenchef zu 25 Jahren Haft verurteilt

Wegen grausamster Verbrechen in Uganda stand Dominic Ongwen, früherer Kommandant einer berüchtigten Miliz, vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Nun wurde das Urteil gesprochen.
Angeklagter Dominic Ongwen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag

Angeklagter Dominic Ongwen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag

Foto: Michael Kooren / REUTERS

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat einen Ex-Kommandeur der ugandischen Miliz, Dominic Ongwen, zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Die Richter verhängten am Donnerstag 25 Jahre Gefängnisstrafe wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Der 45-jährige Ongwen, selbst ein ehemaliger Kindersoldat, war bereits im Februar in 61 Punkten schuldig gesprochen worden: unter anderem wegen Mordes, Vergewaltigung, sexueller Versklavung und der Rekrutierung von Kindersoldaten in den Jahren nach der Jahrtausendwende.

Ongwens Straftaten beziehen sich auf sein Wirken in der christlich-fundamentalistische »Lord's Resistance Army« (LRA). Die »Widerstandsarmee des Herrn« wurde vor drei Jahrzehnten von dem selbst ernannten Propheten Joseph Kony in Uganda gegründet. Sie ist in Afrika für die Tötung von mehr als 100.000 Menschen und die Entführung von rund 60.000 Kindern verantwortlich.

Die von der LRA ausgehende Gewaltwelle erstreckte sich seinerzeit bis in den Sudan, die Demokratische Republik Kongo und in die Zentralafrikanische Republik. LRA-Chef Kony gilt bis heute als flüchtig.

mrc/AFP/Reuters
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