Früherer US-Vizepräsident Pence sieht »bessere Alternativen« als Trump

Donald Trump hat angekündigt, wieder bei den US-Präsidentschaftswahlen anzutreten. Aber auch andere Kandidaten bringen sich bei den Republikanern in Stellung. Zum Beispiel sein früherer Stellvertreter Mike Pence.
Ex-Vizepräsident Pence: »Müssen entscheiden, ob wir das ausprobieren wollen«

Ex-Vizepräsident Pence: »Müssen entscheiden, ob wir das ausprobieren wollen«

Foto: Jose Luis Magana / AP

Unter dem Jubel seiner Anhänger hat Donald Trump bekannt gegeben, dass er erneut US-Präsident werden will (lesen Sie hier eine Analyse ). Doch bei einigen seiner republikanischen Parteikollegen fallen die Reaktionen nicht so euphorisch aus.

Als potenzielle Bewerber für eine Kandidatur gelten unter anderem Floridas Gouverneur Ron DeSantis und Trumps früherer Vizepräsident Mike Pence. In einem Interview mit dem TV-Sender ABC äußert sich Pence denn auch eher reserviert über Trumps Ankündigung einer Kandidatur. »Ich glaube, wir haben bessere Alternativen«, sagte er in einem Interview  mit dem Sender ABC. Über seine eigenen Pläne für eine Kandidatur äußerte sich Pence eher zurückhaltend: Seine Familie und er würden »betend« darüber nachdenken.

Auf die Frage, ob er glaube, Trump bei den parteiinternen Vorwahlen besiegen zu können, antwortete Pence ausweichend: »Nun, das müssen andere sagen, und wir müssen entscheiden, ob wir das ausprobieren wollen oder nicht.«

Pence äußerte sich auch über den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021. Der frühere Vizepräsident bezeichnete die damaligen Äußerungen Trumps in den sozialen Medien als »rücksichtslos«. Trump sei an diesem Tag »Teil des Problems« gewesen. Pence wurde auf ABC News auch zu Trumps Tweet während des Vorfalls befragt, in dem er sagte, Pence habe nicht den »Mut«, die Ergebnisse einseitig zu kippen. »Das hat mich verärgert«, sagte er.

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Als Amtsinhaber Joe Biden auf Bali auf die Ankündigung der Kandidatur von Trump angesprochen und von einer Journalistin gefragt wurde, ob er darauf reagieren wolle, antwortete Biden nur: »Nicht wirklich«. Bundeskanzler Olaf Scholz hofft auf eine Niederlage von Trump in zwei Jahren. Dass Trump wieder kandidieren wolle, habe ihn nicht sonderlich beeindruckt. Er hoffe, dass die US-Wähler bei der Präsidentschaftswahl 2024 erneut Populismus ablehnen würden, sagte er.

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