"Rutschige Rampe" Trump-Auftritt hinterlässt Fragen nach seiner Gesundheit

Bei seinem Besuch in der Militärakademie West Point ist US-Präsident Trump durch unsichere Bewegungen aufgefallen. Spekulationen über seine Gesundheit weist er zurück - und hat eine Erklärung parat.
US-Präsident Donald Trump bei seinem Auftritt in West Point

US-Präsident Donald Trump bei seinem Auftritt in West Point

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JOHN MINCHILLO/POOL/EPA-EFE/Shutterstock

US-Präsident Donald Trump hat an seinem 74. Geburtstag mit Spekulationen über seinen Gesundheitszustand zu kämpfen. Auslöser waren Aufnahmen, wie Trump nach einer Rede an der Militärakademie West Point am Samstag nur äußerst zögerlich und offenbar mit Schwierigkeiten die Bühnenrampe heruntergeht.

Verschiedene US-Medien thematisierten auch, dass der Präsident während seiner Rede in West Point beide Hände gebraucht habe, um ein Glas Wasser an die Lippen zu führen. Zudem habe er Artikulationsschwierigkeiten beim Namen des Weltkriegsveteranen Douglas MacArthur gehabt.

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Trump reagierte noch am Samstagabend auf die Spekulationen und wies diese zurück. Die Rampe von der Bühne herunter habe kein Geländer gehabt, sie sei "sehr lang und steil und vor allem sehr rutschig" gewesen, twitterte er. "Das Letzte, was ich tun wollte, war zu fallen, damit die Fake News darüber lachen", schrieb der Präsident, der die Medien regelmäßig als "Fake News" beschimpft. Trump fügte hinzu, die letzten drei Meter der Rampe sei er sogar "gerannt".

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Reporter vor Ort gaben indes an, das Wetter sei trocken gewesen, zudem sei die Rampe nicht besonders steil gewesen.

Das Thema Alter und körperliche Fitness könnte eine Rolle im Präsidentschaftswahlkampf spielen. Es ist nicht das erste Mal, dass Trumps Gesundheitszustand infrage gestellt wird, insbesondere von seinen politischen Kritikern. Dabei reichten die Spekulationen von früher Demenz bis hin zu einem leichten Schlaganfall.

Übergewichtig, aber gesund

Ende Mai schien Trump bei einer Kranzniederlegung auf dem Nationalfriedhof in Arlington Probleme zu haben, stillzustehen. Einige Kommentatoren mutmaßten aber, Trump könne lediglich erschöpft gewesen sein.

Der Auftritt erfolgte zudem zu einem Zeitpunkt, zu dem der Präsident bekannt gegeben hatte, er habe das Medikament Hydroxychloroquin eingenommen. Trump ging trotz fehlender medizinischer Nachweise davon aus, dies könne vorbeugend gegen eine Corona-Infektion helfen. Zu den Nebenwirkungen des Mittels zählen Schwindel und Übelkeit.

Die Gesundheit des US-Präsidenten wird immer eingehend beobachtet, und Trump wirkte bislang vergleichsweise fit für sein Alter. Die Ergebnisse einer Routineuntersuchung waren erst vor einigen Tagen vorgelegt worden. Demnach hat Trump mit 110 Kilogramm zwar Übergewicht, die übrigen Werte lagen aber im Normalbereich.

Trump hat sich in der Vergangenheit regelmäßig über den Gesundheitszustand seines voraussichtlichen demokratischen Herausforderers bei der Präsidentschaftswahl im November, Joe Biden, lustig gemacht. Biden ist drei Jahre älter als Trump.

Trump war bei seinem Amtsantritt im Januar 2017 der bis dahin älteste Präsident der Vereinigten Staaten. Angesichts des Alters sowohl von Trump als auch von Biden könnte die Frage der körperlichen Fitness im Wahlkampf eine große Rolle spielen.

brt/AFP
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