Susan B. Anthony Donald Trump begnadigt Frauenwahlrechts-Pionierin

Vor fast 150 Jahren wurde Susan B. Anthony verurteilt, weil sie ihre Stimme bei der Präsidentschaftswahl abgegeben hatte. US-Präsident Donald Trump hat sie nun offiziell begnadigt.
Das Grab von Susan B. Anthony - beklebt mit "I Voted"-Stickern

Das Grab von Susan B. Anthony - beklebt mit "I Voted"-Stickern

Foto: Adam Fenster / REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat Susan B. Anthony begnadigt. Die Frauenrechtsaktivistin war 1872 für die Stimmabgabe bei der Präsidentenwahl verurteilt worden. "Ich habe die Papiere gerade unterzeichnet", sagte Trump. Zuvor hatte er den Schritt bei einer Feier zum 100. Jahrestag des Wahlrechts für Frauen in den USA im Weißen Haus angekündigt.

Der Prozess gegen Anthony im Jahr 1873 befeuerte die Frauenbewegung in den USA, auch weil ihr Auftritt vor Gericht für viel Aufsehen sorgte. Sie wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Frauenwahlrecht wurde in den USA im August 1920 mit dem 19. Zusatzartikel zur amerikanischen Verfassung eingeführt. Anthony starb 1906 im Alter von 86 Jahren.

Zeitgenössisches Porträt von Susan B. Anthony

Zeitgenössisches Porträt von Susan B. Anthony

Foto: dpa

"Sie wurde nie begnadigt", gab Trump am Dienstag zu bedenken. "Wussten sie das?" Er hatte am Vortag angekündigt, dass er eine "sehr wichtige Person" begnadigen werde, schränkte aber gleich ein, dass es sich nicht um den NSA-Enthüller Edward Snowden oder seinen ehemaligen Sicherheitsberater Michael Flynn handele.

bah/dpa

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